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Wieder machen die Schweizer in der Abwehr zu viele Fehler

Vladimir Petkovic gibt gegen Belgien einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance. Admir Mehmedi nützt sie mit einem Tor. Loris Benito dagegen steht mit einem Fehler am Ursprung der Niederlage.

Agentur
sda
Donnerstag, 12. November 2020, 00:35 Uhr Fussball

Wenn es an diesem Abend, diesem 1:2 in Leuven gegen Belgien, Gewinner gab im Schweizer Team, dann gehörte Admir Mehmedi mit Sicherheit zu ihnen. Der Stürmer des VfL Wolfsburg konnte den Abend immerhin als persönlichen Erfolg verbuchen. Er schoss nach zwölf Minuten das frühe und lange Zeit verdiente Schweizer Führungstor. «Der Pass kam, ich konnte ihn gut mitnehmen und mit links ins lange Eck abschliessen», so Mehmedi kurz und bündig.

Mit diesem Tor rückte er im internen Ranking zu Mario Gavranovic auf. Zehn Treffer hat Mehmedi nun für die Schweiz erzielt. Aus dem aktuellen Kader sind nur Xherdan Shaqiri, Haris Seferovic und Granit Xhaka erfolgreicher. Dass sein Tor nicht zum ersten Sieg in diesem Jahr gereicht hat, führte Mehmedi auch auf die vier Wechsel unmittelbar nach der Pause zurück. «Wir haben uns danach zuerst finden müssen.»

Bis sich die Schweizer Auswahl neu geordnet hatte, war Belgien in der 49. Minute bereits zum Ausgleich gekommen. Weil Loris Benito ein schlimmer Fehlpass im Aufbau unterlaufen war. «Ich entschied mich für einen Pass, aber ich sah nicht, dass ein Gegner den Ball ablaufen konnte», so der Ligue-1-Professional von Girondins Bordeaux. Benito machte mit diesem Lapsus eine zuvor fehlerfreie Leistung der neu formierten Dreierabwehr mit Fabian Schär und Eray Cömert zur Makulatur.

Weil beim Siegtreffer der Belgier gleich eine ganze Reihe von Schweizern ihre Aufgabe nicht erfüllte - zuletzt stand Abwehrchef Fabian Schär zu weit weg von Torschütze Michy Batshuayi -, resultierte am Ende nicht nur vierte Niederlage im sechsten Spiel in diesem Jahr, sondern mussten die Schweizer auch zugeben, dass sie «aus eigenem Verschulden» (Mehmedi) verloren hätten. Fünf Gegentore kassierte die Schweiz in den letzten zwei Länderspielen. Und alle fielen sie, weil den Schweizern individuelle Fehler unterliefen.

Drei Tage vor dem wichtigen Spiel in der Nations League in Basel gegen Spanien, in dem die Schweiz mindestens einen Punkt braucht, um den vorzeitigen Abstieg aus der Liga A zu verhindern, verloren die Spieler von Nationalcoach Vladimir Petkovic immerhin den Optimismus nicht. Benito: «Es ist nicht gut, wenn man so lange nicht gewinnt, aber ich glaube, dass uns das für die Zukunft stärker macht.»

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