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Schweizer mit Demut und Respekt vor unbequemen Georgiern

Vier Punkte aus den letzten zwei Spielen reichen, damit sich die Schweiz für die EM qualifiziert. Von Euphorie ist bei Trainer und Spielern vor dem Spiel gegen Georgien aber nichts zu spüren.

Agentur
sda
Donnerstag, 14. November 2019, 19:32 Uhr Fussball
Captain Stephan Lichtsteiner und Trainer Vladimir Petkovic geben vor dem Spiel gegen Georgien Auskunft
Captain Stephan Lichtsteiner und Trainer Vladimir Petkovic geben vor dem Spiel gegen Georgien Auskunft
KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Es sieht auf dem Papier einfach aus - aber so einfach ist es im Sport leider nicht», sagte Stephan Lichtsteiner in den Katakomben des St. Galler Stadions, das am Freitag mit 16'400 Zuschauern ausverkauft sein wird. Sie hätten in dieser Qualifikation die Erfahrung gemacht, dass sie oft sehr gut gespielt, am Ende aber trotzdem noch Punkte verloren hätten. «Aus diesen Fehlern wollen wir lernen und den Sack zumachen.»

Nicht nur der Captain hob den Mahnfinger, auch Trainer Vladimir Petkovic erinnerte daran, dass die Ziellinie noch nicht erreicht ist. Der Druck sei gleich gross wie vor dem Heimspiel im Oktober gegen Irland. «Wir haben es in den eigenen Händen, aber wir dürfen uns keinen Fehltritt erlauben.» Wie unangenehm die Georgier sein können, erfuhren die Schweizer zum Auftakt der Kampagne, als sie sich beim 2:0 in Tiflis eine Halbzeit lang schwer taten. Bei den beiden 0:0 zuletzt gegen Dänemark und Irland waren die Georgier spielerisch nicht schwächer als die vermeintlichen Favoriten. «Sie versuchen im Gegensatz zu anderen Teams ihrer Stärke mit gepflegtem Fussball hinten rauszuspielen», so Petkovic.

Die Rollen am Freitag sind dennoch klar verteilt, auch wenn die SFV-Auswahl auf neun Spieler verzichten muss. «Beunruhigt bin ich deswegen nicht», sagte Lichtsteiner. Laut Petkovic biete die lange Absenzenliste auch Chancen, anderes zu versuchen. Bereits ein Remis reicht, um sich am Montag in Gibraltar aus eigener Kraft für die EM qualifizieren zu können. Der Anspruch von Trainer und Team ist aber ein anderer. «Wir wollen jedes Spiel gewinnen», sagte Petkovic. «Unsere Ambitionen sind unbegrenzt.»

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