Der FCRJ stellt Trainer Urs Meier per sofort frei
Der Verwaltungsrat des Challenge-League-Schlusslichts FC Rapperswil-Jona zieht die Notbremse und trennt sich von Trainer Urs Meier. Ad interim übernimmt Sportdirektor Stefan Flühmann die Mannschaft.
Der Verwaltungsrat des Challenge-League-Schlusslichts FC Rapperswil-Jona zieht die Notbremse und trennt sich von Trainer Urs Meier. Ad interim übernimmt Sportdirektor Stefan Flühmann die Mannschaft.
Der neuerliche Fall ans Tabellenende der zweithöchsten Spielklasse war offenbar zu viel für die Verantwortlichen des FC Rapperswil-Jona. Sie sind der Meinung, dass es nun neue Impulse braucht. «Es liegt in unserer Verantwortung, alles zu unternehmen, um den Ligaerhalt zu schaffen», begründet Präsident Rocco Delli Colli den – nach einer intensiven Analyse am Montagabend gefällten – Entscheid des Verwaltungsrates, sich per sofort von Trainer Urs Meier und dessen Assistenten Daniel Hasler zu trennen. Zugleich betont er aber auch, wie schwer dieser Schritt gefallen ist: «Urs Meier und Daniel Has- ler haben sehr gute Arbeit geleistet. Menschlich tut es mir unglaublich leid. Aber die aktuelle Tabellenlage zwingt uns zum Handeln.»
«Menschlich tut es mir unglaublich leid. Aber die aktuelle Tabellenlage zwingt uns zum Handeln.»
Rocco Delli Colli, Präsident FCRJ
Meier hatte das Team nach dem Aufstieg in die Challenge League im Sommer 2017 (mit einem Dreijahresvertrag bis zum Sommer 2020 ausgestattet) von seinem jetzigen Nachfolger Stefan Flühmann, der seither Sportdirektor des FCRJ ist, übernommen und in der ersten Saison auf den hervorragenden fünften Schlussrang geführt. Auch zu Beginn der aktuellen Spielzeit mischten die Rosenstädter munter vorne mit, belegten nach dem ersten Viertel, sprich neun Partien mit 16 Zählern, den dritten Rang. In der Folge ging es aber rasant abwärts. Aus den letzten 16 Spielen resultierten lediglich noch acht Punkte. Dies hatte zur Folge, dass der FCRJ am letzten Wochenende nach der äusserst bitteren 1:2-Heimniederlage gegen Leader Servette (Rapperswil-Jona führte bis zur 91. Minute 1:0) wieder die rote Laterne fasste, die er dank Siegen über Schaffhausen und Wil davor zwischenzeitlich losgeworden war.
Elf Spiele bleiben zur Rettung
«Wir stecken in einer Negativspirale», sagt Sportchef Arben Gojani. Bestes Beispiel sei der Servette-Match. «Im Normalfall reicht es da zumindest zu einem Unentschieden.» Noch gravierender sei der «völlig blutleere Auftritt» im Match davor gegen den direkten Konkurrenten Kriens gewesen (1:2-Niederlage), gesteht Gojani. Der Trainerwechsel soll nun die Trendwende herbeiführen.
Da die Meisterschaft der Challenge League am kommenden Wochenende wegen der Länderspielpause ruhe, sei es ein guter Zeitpunkt, findet Gojani. So hat Flühmann, der das Team bis Ende Saison zusammen mit José Ribeiro (der schon früher sein Assistent gewesen war) führen wird, einige Ta-ge Zeit, um neue Ideen einzubringen und erste Korrekturen vorzunehmen. Gleich danach stehen mit der Partie in Vaduz (Samstag, 30. März) und jener gegen Chiasso (Mittwoch, 3. April) zwei sogenannte 6-Punkte-Spiele an. Insgesamt verbleiben noch elf Partien, um den Abstieg abzuwenden.
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