Moderates Tempo, Weste und einzigartiges Bergpanorama – das sagt der Profi über Trailrunning
Bewegung in frischer Bergluft inmitten eines bezaubernden Panoramas. Trailrunning liegt im Trend. Der in Chur wohnhafte Engadiner Gian Marchet Schicktanz hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er erklärt, was beim möglichst ergiebigen Laufvergnügen im Gelände zu beachten ist und wo die schönsten Strecken im Kanton sind.
Gian Marchet Schicktanz, weshalb liegt das Trailrunning im Trend?
Es ist eine sehr entspannte, coole Art des Laufens. Und natürlich bietet gerade die Bündner Bergwelt ein besonderes Ambiente. Im Gegensatz zu einem Strassenlauf ergibt sich auch das langsame Herantasten an höhere Belastungen nahezu von selbst. Das moderate Tempo ist ein Charakterzug des Trailrunnings. Auch für Profis ist es normal, gewisse steile Passagen nicht im Laufschritt zu bewältigen.
Auf was muss der Neueinsteiger besonders achten?
Er soll es wie schon erwähnt vor allem tunlichst unterlassen, raus zu gehen und sofort Vollgas zu geben. Ich empfehle, ein Tempo zu wählen, wo jederzeit ein Gespräch mit einer Person möglich ist. Auf diese Weise reduziert sich auch die Gefahr, sogleich als Neueinsteiger eine Verletzung zu erleiden und womöglich das Interesse an der neuen Art der Bewegung prompt wieder zu verlieren.
Wie sieht es bei den Schuhen aus?
Ohne einen soliden, guten Trailrunningschuh mit Profil geht es im Gelände natürlich nicht. Da reicht aber für Neueinsteiger problemlos ein Standardmodell. Für Fortgeschrittene ist es ratsam, sich nach einem speziellen, auf die Eigenheiten der Füsse abgestimmten Modell umzusteigen.