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HCD-Junioren fahren nach Québec (Can)

Der HC Davos ist ab 2025 für das grösste internationale U13-Juniorenturnier lizenziert, das jährlich während zehn Tagen in der kanadischen Hockeystadt Québec stattfindet. Das nächste Mal vom 12. bis 23. Februar 2025 mit dem Team «HCD Pee-Wee».

Davoser
Zeitung
03.10.24 - 12:00 Uhr
Eishockey
Michel Riesen freut sich trotz viel Vorbereitungsarbeit auf das Abenteuer in Kanada.
Michel Riesen freut sich trotz viel Vorbereitungsarbeit auf das Abenteuer in Kanada.
HCD
Damit wird Davos eines von 170 teilnehmenden Teams sein, die in fünf verschiedene Stärkeklassen unterteilt werden. Das HCD-Team wird in der Kategorie «AA-Elites» spielen, der zweithöchten Kategorie. Ziel ist es, irgendwann den Sprung in die höchste Kategorie zu schaffen. «Das ist stark von den Jahrgängen abhängig, die wir haben – mal ist es ­realistischer, mal weniger», sagt Michel Riesen, «Development-Coach» beim HCD-Nachwuchs und damit für alle ­Altersklassen bis U13 zuständig. Riesen ist für den sportlichen Teil des Turniers zuständig, Claudio Christoffel macht als Projektleiter und Team-Manager die ­ganze administrative Arbeit, und René Müller, Chef Nachwuchs, ergänzt das dreiköpfige Turnier-Team. 

Sohn als Auslöser

Riesen zur Frage, wie das Ganze zustande gekommen sei: «In den letzten Jahren haben immer mal wieder HCD-Junioren am Pee-Wee-Turnier mitgemacht, mal einer, ein anderes Mal mehrere. Im letzten Jahr durfte mein Sohn Levin mit den ‹Eastern Selects› teilnehmen – für alle ein Riesen-Erlebnis. Welcher Junioren spielt denn schon vor mehreren Tausend Zuschauenden und mit Animation im Stadion?» Er sei damals nicht nur als Vater dabei gewesen, sondern auch als HCD-Funktionär. Schon damals wurden erste Abklärungen vorgenommen, ob nicht auch der HCD-Nachwuchs in den Genuss einer Lizenz für das Pee-Wee-Turnier gelangen könnte. «Das Prozedere war nicht einfach.» Der ehemalige NHL-Star und dem HCD gut gesinnte Joe Thornton habe dann mitgeholfen, indem er seine Beziehungen habe spielen lassen. «Mittlerweile haben wir die Lizenz erhalten und können nun den Aufenthalt planen – wobei auch für uns Leitpersonen vieles Neuland ist.»

Die Auswahl

Der HCD wird versuchen, ein konkurrenzfähiges Team zu stellen, um nach ­Kanada zu reisen, mit dem Ziel, möglichst viele Davoser im Team zu haben. «Wir werden uns aber wenn nötig mit weiteren kantonalen Spielern oder dann solchen der Clubs Thun, Zug, Bern und Thurgau verstärken.» Insgesamt werden 18 Spieler mitgenommen, 2 davon Goalies. Für die Auswahl findet im November ein Vorbereitungscamp in Davos statt. ­Eingeladen werden 24 Feldspieler und 4 Goalies – danach wird das finale Team zusammengestellt. Wie viele Davoser ­jeweils tatsächlich im Team sein werden, hänge auch von den einzelnen Jahrgängen ab, stellt Riesen fest. «Für uns als Ausbildungsclub ist das Ganze natürlich eine coole Sache. Für die Junioren ist es wie ein Abschlussturnier, ehe sie dann in die nationalen Elite-Juniorenligen aufsteigen.»Die Reise nach Kanada für die Teilnahme am Turnier ist mit recht hohen Kosten verbunden, deshalb suchen sich die Kids meist Sponsoren, die helfen, die Reise mitzufinanzieren – oft auch über Crowd-funding-Plattformen. Zudem soll versucht werden, Sponsoren und Gönner zu gewinnen, beispielsweise für die Trikotwerbung. Eine Chance dazu bietet sich für «HCD Pee Wee» im Rahmen des Spengler Cups: Am 30. Dezember um 14 Uhr werden sie ein Freundschaftsspiel gegen das U14-Team der Bündner Auswahl austragen.

Ob auch über 2025 hinaus ein HCD-Nachwuchsteam an die «Pee-Wee-Games» fahren kann, wäre zwar wünschenswert, ist aber noch nicht in Stein gemeisselt. Man werde während des nächstjährigen Aufenthalts das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und hoffe, diese mit den Qualitäten und vom Auftreten der Davoser zu überzeugen, erklärt Riesen dazu. Vorerst einmal freuen sich Team und Verantwortliche aber auf das grosse Abenteuer in Kanada.

HCD-Onlineredaktion/ps

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