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Team Canada bringt grössten Anhang mit

Der HCD benötigt als Organisator während des Spengler Cups in diesem Jahr 876 Betten in Davoser Hotels für seine Gäste und die Turnierteams. Das ergibt mehr als 5100 Logiernächte. Für die 96. Auflage des laufenden internationalen Eishockeyturniers ist allein schon das Team Canada mit 178 Personen angereist.

Davoser
Zeitung
29.12.24 - 17:00 Uhr
Eishockey
Das Team Canada zählt auf eine grosse Anhängerschaft.
Das Team Canada zählt auf eine grosse Anhängerschaft.
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Seit 1984 spielt das Team Canada am Spengler Cup. Mit ihren beherzten Auftritten, ihrem totalen Einsatz und ihren sportlichen Qualitäten entwickelten sich die Kanadier rasch zu einem der Publikumslieblinge. Mit 16 gewonnenen Turnieren sind sie mittlerweile gemeinsam mit dem HC Davos Rekordsieger am Spengler Cup. Das Team Canada hat aber auch ausserhalb des Stadions am Traditionsturnier neue Masstäbe gesetzt. Als erstes reiste es nicht nur mit der Mannschaft und dem Trainerstaff an. Die Familien begleiten ihre Spieler in der Weihnachtszeit nach Davos. In der Zwischenzeit tun dies die anderen Turnierteilnehmer auch.

Lieber Familien- als Nachtleben

«Wenn die kanadischen Spieler ihre Familien nicht mitnehmen dürften, hätte das Team grösste Mühe, überhaupt eine Mannschaft zu rekrutieren. Und auch die anderen Turniermannschaften schätzen es, wenn sie über die Festtage Zeit mit ihren Angehörigen verbringen können», sagt Spengler-Cup-Chef Marc Gianola. Er begrüsst diese Situation. «Es ist eine absolut gute Mischung, wenn die Familien dabei sind. Die Spieler bleiben dennoch auf den Sport fokussiert. Schwieriger wäre es, wenn sie allein hier wären. In Davos gibt es bekanntlich ein attraktives Nachtleben. Dann wären sie bestimmt mehr unterwegs», so Gianola.

Weihnachtsfeier mit «Santa Claus»

Die grösste Delegation stellt jeweils das Team Canada. In diesem Jahr sind es rekordverdächtige 178 Personen – vom Baby über die Spielerfamilien bis zu denen Eltern und Grosseltern. Oberstes Ziel des Teams Canada ist der Gewinn des Spengler Cups. «Rund ums Turnier machen sie eine durchstrukturierte Familien­geschichte inklusive gemeinsamer Weihnachtsfeier mit ‹Santa Claus›», verrät Gianola. Die ersten aus der kanadischen Delegation reisten bereits am 21. Dezember an, die letzten werden Davos am 3. Januar wieder verlassen. Bezüglich Unterkunftskosten hat das Spengler-Cup-OK mit dem kanadischen Eishockeyverband eine spezielle Vereinbarung. Ein Teil des Antrittsgelds des Team Canada wird genauso dafür verwendet wie ein Teil der Preisgelder.

Gianola und seine Crew legen Wert darauf, dass die Hotels dem Standart der Turniermannschaften gerecht werden. «Es ist wichtig, dass sich die Teams und Spieler wohlfühlen», so der Turnierchef. Er lobt die guten Beziehungen zu den Davoser Hotels, die spezielle Konditionen gewährleisten. In der Tat hat allein das Spengler-Cup-OK 876 Hotelbetten geordert. Zu den sechs Turnierteams inklusive erwähntem «Anhang» gesellen sich als siebtes die Schiedsrichter. Hinzu kommen zahlreiche internationale Gäste aus den Landesverbänden, -ligen und Clubs, welche der Einladung des Spengler Cups Folge leisten. Nicht inbegriffen sind in den erwähnten 876 Hotelbetten die Sponsoren. Sie buchen ihre Unterkünfte für sich und ihre Gäste selbstständig.

Jedem Team sein «Team Host»

Jedes Turnierteam kann auf die Unterstützung eines «Team Hosts» zählen. Es handelt sich dabei um eine in Davos ortskundige und Eishockey-affine Person, die nahe bei der Mannschaft ist und auch im Teamhotel wohnt. Die «Team Hosts» sind «Mädchen für alles». Sie sorgen etwa für Adapter oder Stromverteiler und versuchen, die Wünsche der Mannschaften zu erfüllen, sei es zum Beispiel ein Ausflug auf das Jakobshorn. Sie kennen die Adressen von Apotheken und Ärzten. Weiter geben sie Tipps, wo man was einkaufen kann. «Viel früher, als die russischen Mannschaften kamen, tauchten Bijoutiers gleich in den Hotellobbys auf. Und die Spieler verkauften unter der Hand Kaviar», blickt Gianola lachend auf einen speziellen Teil der Spengler-Cup-Geschichte zurück. «Früher war mehr Rock’n’Roll. Unterdessen ist das ganze Eishockey viel ruhiger geworden. Alles läuft sehr professionell ab», stellt der Turnierboss fest. So haben am Spengler Cup selbst die «Team Hosts» mit Michael Kistler einen Chef.

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