Der Saison-Einstieg ist missglückt
Vor dem Anpfiff ehrte der HCD seine WM-Silberhelden Andres Ambühl, Michael Fora, Sven Jung, Thomas Ritter sowie Stefan Steiner – und natürlich auch Weltmeister Matej Stransky. Jubel gab es von den 3595 Zuschauern auch nach 131 Spielsekunden. Der vermeintliche Treffer wurde jedoch zurecht annulliert, weil Marc Wieser den Puck mit der Hand ins Tor gelenkt hatte. Der anfängliche Schwung flaute bald ab. Die beste Chance zum Führungstreffer vergab Filip Zadina nach einem präzisen Pass von Enzo Corvi (7.). Kurz danach traf Rafael Meier auf der Gegenseite für die Gäste. Die Klotener wurden nun in der Offensive mutiger. 16:6 zugunsten der «Flieger» lautete nach dem Startdrittel das Schussverhältnis aus Sicht der «Flieger». HCD-Goalie Sandro Aeschlimann verhinderte mit Paraden einen grösseren Rückstand. Beim HCD blieb in den ersten 20 Meisterschaftsminuten vieles Stückwerk. Durch Ungenauigkeiten beziehungsweise Fehlpässe und Missverständnisse kamen sie nie richtig in Fahrt. Zudem fehlten die Zielstrebigkeit und der Druck, um die Gästeabwehr richtig zu gefährden.
Wesentlich besser wurde das Niveau dieser Partie im Mittelabschnitt nicht. Adam Tambellini gelang aber der Ausgleich. Kurz nach Ablauf der ersten Klotener Strafe stellte der neue HCD-Kanadier die von seinen früheren Klubs gepriesenen «Goalgetter-Qualitäten» unter Beweis (29.). Insgesamt hatten die Gäste auch im zweiten Drittel mehr Spielanteile und Schüsse (9:7). Die Platzherren bekundeten oft Mühe, sich aus der Defensivzone zu lösen.
Im dritten Drittel machten sich die Davoser mit drei kleinen Strafen in den ersten zehn Spielminuten das Leben zusätzlich schwer. Immerhin funktionierte das «Penaltykilling». Der HCD überstand alle seine insgesamt fünf Unterzahlphasen in dieser Partie schadlos. Es passte aber ins Bild der sonst höchst anfälligen Bündner Defensive, dass Reto Schäppi nach einem Steilpass von Thomas Grégoire 104 Sekunden vor dem Drittelsende solo auf Aeschlimann losstürmen konnte und zum 2:1 für die Klotener traf. Die Entscheidung war es allerdings noch nicht. Bei einer Strafe gegen Axel Simic setzte HCD-Coach Josh Holden auf sechs Feldspieler. Prompt erzielte Simon Ryfors 35,5 Sekunden vor dem vermeintlichen Spielendenach Vorarbeit von Enzo Corvi und Matej Stransky das 2:2. Weil die Verlängerung torlos blieb, musste das Penaltyschiessen über den zweiten Punkt entscheiden. Da trafen drei Klotener, für den HCD hingegen nur Filip Zadina und Stransky. Pech hatte Ryfors mit einem Pfostentreffer. Es wäre die Entscheidung zugunsten der Bündner gewesen.
Bereits am Donnerstagabend stand für den HCD die zweite Meisterschaftspartie in Lugano an (nach Redaktionsschluss dieser DZ-Ausgabe). Und am Samstagabend, 21. September, empfangen die Davoser um 19.45 Uhr Genf-Servette.
Quelle: HCD-Online-Redaktion
So spielten die HCD-Nachwuchsteams
U17 Elit
HCD – HCAP Giovani 5:3. 1:1 Schoch Nino (Gianola Nilo); 2:1 Rötheli Noël (Krättli Lenny, Heinz Lasse); 3:1 Krättli Lenny (Wöcke Jan-Mica, Bächler Lou); 4:2 Rötheli Noël; 5:3 Schoch Nino.
HCD – Genève Futur Hockey 6:1. 1:1 Krättli Lenny (Heinz Lasse, Bächler Lou); 2:1 Krättli Lenny (Brander Joshua, Sieber Nico); 3:1 Gianola Nilo (Schoch Nino); 4:1 Wöcke Jan-Mica (Stejskal Stepan); 5:1 Rötheli Noël (Balaz Jan, Bächler Lou); 6:1 Schoch Nino (Stejskal Stepan, Heinz Lasse).
U20 Elit
HCD – HC Ambri-Piotta 5:1. HCD-Torschützen: 1:1 Staenz Zachariah (Vieli Nico, Leipold Gian); 2:1 Van der Kaaij Guus (Aebli Niklas); 3:1 Baumann Elia; 4:1 Sticherling Daniel (Märki Jan); 5:1 Waidacher Beni (Staenz Zachariah).
EHC Kloten – HCD 3:5. 0:1 Waidacher Beni (Van der Kaaij Guus, Staenz Zachariah); 1:2 Staenz Zachariah (Mundy Jeremiah); 1:3 Waidacher Beni; 3:4 Aebli Niklas (Schmid Matti Tiziano); 3:5 Staenz Zachariah (Waidacher Beni).
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