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Servette gewinnt das Duell der Krisenklubs

Ein neuer Besen, der gut wischt, einer, der bereits abgewetzt ist und drei Heimsiege. Das sind die Fakten der vier National-League-Spiele vom Dienstag.

Agentur
sda
12.02.25 - 00:04 Uhr
Eishockey

Lugano bricht ein

Luganos kurzes Hoch mit dem neuen Startrainer Uwe Krupp ist schnell wieder verflogen. Der Krisengipfel in Genf war ein Spiegelbild der bisherigen Amtszeit des Deutschen im Sottoceneri. 2:0 führten die Luganesi bei Spielmitte, doch die Herrlichkeit hielt nicht an. In der 46. Minute brachte Dmytro Timashov mit einem wunderbaren Solo die Genfer erstmals in Führung, spätestens auf das 4:2 von Geburtstagskind Sakari Manninen (32) hatten Lugano keine Antwort mehr. Unter Krupp gewannen die Bianconeri vier der ersten fünf Spiele, seither noch eines von fünf. Damit sind sie sechs Spiele vor Schluss wieder Zweitletzter, direkt hinter Servette.

Biel überwindet den ZSC-Fluch

Der EHC Biel gewinnt erstmals seit April 2023 und dem Erfolg in der Halbfinal-Serie wieder gegen die ZSC Lions. Die drei im Kampf um die Qualifikation für das Play-In eminent wichtigen Punkte sicherte man sich dank einem Doppelschlag von Fabio Hofer und Nicholas Müller zu Beginn des Mitteldrittels sowie dem 4:2 durch den Schweden Lias Andersson in der 44. Minute. Dem Meister, der zum dritten Mal in Folge verlor und den Qualifikationssieg immer mehr aus den Augen verlor, konnte nur noch in der zweitletzten Minute verkürzen.

Rapperswil-Jona verliert weiter an Boden

Der letztjährige Playoff-Finalist Lausanne ist auf bestem Weg, erstmals in der Klubgeschichte die Qualifikation zu gewinnen. Mit einem hart erkämpften 4:2-Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers machten die Waadtländer einen weiteren Schritt. Damien Riat und Ahti Oksanen machten in den letzten 15 Minuten aus dem 2:2 ein 4:2. Die Lakers drohen nach der sechsten Niederlage in den letzten sieben Spielen wie im Vorjahr das Play-In zu verpassen.

Gelungene Premiere für Liniger

Weil sich der Zuger Headcoach Dan Tangnes von einer Rückenoperation erholt, hatte Assistent Michael Liniger in Davos erstmals die Chefrolle an der Bande beim EVZ inne. Der Nachfolger von Tangnes ab der kommenden Saison sah wie sein Team zweimal einen Zweitore-Rückstand (0:2 und 2:4) aufholte. Das 4:4 erzielte Daniel Vozenilek 65 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in doppelter Überzahl. Der Tscheche hatte zuvor 22 Partien in Folge nicht getroffen. Am Ende konnte sich Liniger über zwei Punkte freuen, da die Zuger das Penaltyschiessen, ihr erstes in der laufenden Meisterschaft, dank drei erfolgreichen Versuchen gewannen. In der regulären Spielzeit hatten sich der Davoser Adam Tambellini und der Zuger Andreas Wingerli als Doppeltorschützen ausgezeichnet. Die Bündner erlitten die erste Heimniederlage nach fünf Siegen in Serie in der eigenen Arena.

Telegramm:

Genève-Servette - Lugano 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)

6101 Zuschauer. - SR Borga/Mollard, Bürgy/Meusy. - Tore: 20. (19:50) Sekac 0:1. 28. Carr 0:2. 34. Chanton (Timashov, Granlund) 1:2. 43. Jooris (Granlund) 2:2. 46. Timashov 3:2. 58. (58:00) Manninen (Hartikainen) 4:2. 59. (58:48) Granlund (Jooris) 5:2 (ins leere Tor). - Strafen: keine. - PostFinance-Topskorer: Manninen; Fazzini.

Genève-Servette: Mayer; Karrer, Lennström; Schneller, Berni; Vatanen, Le Coultre; Jacquemet, Chanton; Hartikainen, Manninen, Praplan; Timashov, Jooris, Granlund; Miranda, Richard, Hischier; Loosli, Pouliot, Bertaggia.

Lugano: Schlegel; Aebischer, Dahlström; Jesper Peltonen, Alatalo; Guerra, Mirco Müller; Meile; Joly, Thürkauf, Marco Müller; Fazzini, Arcobello, Carr; Canonica, Zohorna, Sekac; Aleksi Peltonen, Verboon, Morini; Patry.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Descloux, Rod (beide verletzt) und Raanta (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Zanetti, van Pottelberghe (beide verletzt), Huska und Pulli (beide überzählige Ausländer). Lugano von 58:09 bis 58:14 und 58:23 bis 58:48 ohne Torhüter.

Biel - ZSC Lions 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

5774 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Dipietro, Steenstra (CAN)/Huguet. - Tore: 3. Kinnunen (Lammikko, Baechler) 0:1. 18. Greco (Yakovenko, Kneubuehler) 1:1. 21. (20:50) Hofer (Dionicio, Rajala/Powerplaytor) 2:1. 22. (21:26) Müller (Blessing) 3:1. 25. Andrighetto 3:2. 44. Andersson (Heponiemi) 4:2. 59. Grant (Baechler) 4:3 (ohne Torhüter). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Grant.

Biel: Säteri; Yakovenko, Blessing; Burren, Grossmann; Dionicio, Zryd; Christe; Hofer, Andersson, Heponiemi; Sablatnig, Neuenschwander, Rajala; Kneubuehler, Müller, Greco; Tanner, Luca Christen, Bachofner; Villard.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Weber, Lehtonen; Trutmann, Kinnunen; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Balcers; Rohrer, Grant, Sigrist; Baechler, Lammikko, Zehnder; Baltisberger, Henry, Riedi.

Bemerkungen: Biel ohne Cunti, Sallinen (beide krank), Bärtschi, Haas, Lööv, Stampfli (alle verletzt), Bächler und Livio Christen (beide ), ZSC Lions ohne Hollenstein, Marti (beide verletzt) und Frödén (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:02 bis 58:13 und ab 58:23 ohne Torhüter.

Lausanne - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (2:1, 0:0, 2:1)

9322 Zuschauer. - SR Hürlimann/Tscherrig, Stalder/Urfer. - Tore: 2. Suomela (Riat, Glauser) 1:0. 5. Rask (Holm, Strömwall) 1:1. 18. Bozon (Jäger) 2:1. 43. Hofer (Moy) 2:2. 46. Riat (Suomela, Frick) 3:2. 59. Oksanen (Bozon) 4:2 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Suomela; Strömwall.

Lausanne: Pasche; Glauser, Marti; Sklenicka, Bayreuther; Heldner, Frick; Fiedler, Genazzi; Riat, Suomela, Oksanen; Bozon, Jäger, Raffl; Pajuniemi, Fuchs, Prassl; Holdener, Bougro, Hammerer.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Maier, Holm; Jelovac, Capaul; Baragano, Nardella; Gerber; Strömwall, Rask, Wetter; Moy, Fritz, Jensen; Wick, Dünner, Lammer; Hofer, Taibel, Alge; Hornecker.

Bemerkungen: Lausanne ohne Hügli, Kuokkanen, Pilut, Rochette und Vouardoux (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Albrecht (gesperrt), Djuse, Zangger (beide krank), Larsson und Quinn (beide verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 57:18 bis 58:59 und ab 59:12 ohne Torhüter.

Davos - Zug 4:5 (2:0, 1:2, 1:2, 0:0) n.P.

6547 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Ruprecht, Cattaneo/Fuchs. - Tore: 12. (11:12) Egli (Zadina) 1:0. 13. (12:38) Tambellini (Stransky, Ryfors) 2:0. 22. Simion 2:1. 26. Wingerli 2:2. 29. Kessler (Nussbaumer, Honka/Powerplaytor) 3:2. 43. Tambellini 4:2. 58. (57:13) Wingerli 4:3. 59. (58:55) Martschini (Bengtsson/bei 5 gegen 3) 4:4. - Penaltyschiessen: Martschini 0:1, Stransky 1:1; Wingerli -, Zadina -; Simion -, Kessler -; Hofmann 1:2, Tambellini -; Senteler 1:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Tambellini; Martschini.

Davos: Aeschlimann; Andersson, Dahlbeck; Honka, Gross; Barandun, Jung; Guebey; Stransky, Ryfors, Tambellini; Nussbaumer, Egli, Zadina; Kessler, Ambühl, Knak; Frehner, Gredig, Parrée; Wieser.

Zug: Genoni; Bengtsson, Johnson; Muggli, Carlsson; Hansson, Riva; Balestra; Martschini, Wingerli, Vozenilek; Künzle, Olofsson, Hofmann; Simion, Senteler, Antenen; Wey, Leuenberger, Biasca.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Nordström (beide verletzt), Fora (gesperrt) und Lemieux (überzähliger Ausländer), Zug ohne Tobias Geisser, Herzog, Schlumpf, Stadler (alle verletzt) und Kovar (gesperrt). Zug von 58:13 bis 58:18 und 58:22 bis 58:36 ohne Torhüter.

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