×

Lakers-Sportchef Steinmann wechselt nach Lugano

Die SC Rapperswil-Jona Lakers verlieren ihren Sportchef. Janick Steinmann wechselt innerhalb der National League in derselben Funktion zum HC Lugano.

Agentur
sda
02.03.25 - 12:42 Uhr
Eishockey

Der HC Lugano ist auf der Suche nach einem neuen Sportchef fündig geworden. Der Klub aus dem Südtessin hat Janick Steinmann von den SCRJ Lakers abgeworben. Der 38-Jährige tritt bei den Südtessinern die Nachfolge von Hnat Domenichelli an, der Mitte Januar mangels sportlichem Erfolg zusammen mit Trainer Luca Gianinazzi freigestellt wurde.

Steinmann war seit Mai 2019 Sportchef der Lakers und hat den Klub vom Obersee nach dem Wiederaufstieg in der National League etabliert. Die grössten Erfolge waren in der Saison 2020/21 der Vorstoss in die Play-off-Halbfinals sowie die Ränge 4 und 3 in der Qualifikation der darauffolgenden Spielzeiten, wodurch die Rosenstädter zwei Mal in der Champions Hockey League mitspielen durften, wo sie 2023/24 sogar die Viertelfinals erreichten.

Bei den Lakers übernimmt der CEO interimistisch

Obschon die laufende Saison für die Lakers noch nicht zu Ende ist, erfolgt Steinmanns Wechsel per sofort. Dies, damit die Lakers als auch Steinmann die Planung der Zukunft uneingeschränkt angehen können, wie der Klub in einer Mitteilung schreibt. Bei den Lakers übernimmt interimistisch Geschäftsführer Markus Bütler die sportliche Führung.

Auch für Lugano ist die Saison voraussichtlich noch nicht zu Ende. Als 13. der Qualifikation bestreiten die Tessiner ab Mitte März gegen den Tabellenletzten Ajoie ein Abstiegs-Play-off, allerdings nur, sofern sich Visp, das einzige aufstiegsberechtigte Team aus der Swiss League, eine Liga tiefer für den Play-off-Final qualifiziert.

Der Wechsel ist nur auf ersten Blick überraschend

Überrascht Steinmanns Wechsel? Nicht wirklich. Aus zwei Gründen. Erstens: Mit dem HC Lugano suchte ein eigentliches Schwergewicht der Eishockey-Schweiz einen neuen Sportchef. Von den Perspektiven her sind die Bianconeri ein Schritt vorwärts für Steinmann. Denn im Gegensatz zu ihnen gehören die Lakers zu den finanzschwächsten Teams der Liga – und das dürfte sich in absehbarer Zeit kaum ändern. Steinmann hat in seinen sechs Jahren beim SCRJ mehr erreicht, als man erwarten konnte. Er hat damit Werbung in eigener Sache gemacht, wenngleich es in der aktuellen wie auch schon vergangenen Saison nicht mehr ganz so gut lief und auch der eine oder andere Transfer nicht wirklich «einschlug».

Zweitens: Vicky Mantegazza, die mächtige Präsidentin des HCL, setzt gerne auf Trainer oder Sportchefs, die sie schon kennt. Domenichelli (von 2008 bis 2014 Spieler bei Lugano) und Gianinazzi (vorher Trainer von Luganos U-21-Team) passten genauso in dieses Schema wie nun Steinmann, der ab 2014 in seinen letzten beiden Saisons als Spieler das Trikot der Südtessiner trug, ehe er aus gesundheitlichen Gründen schon als 29-Jähriger seine Karriere beendete. (su/sda)

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Artikel deaktiviert.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Eishockey MEHR