In den hinteren Tabellen-Regionen ist noch vieles möglich
Zwei Runden stehen in der National League noch aus, ehe es mit den Playoffs, dem Play-In, dem Playout weiter geht oder die Saison zu Ende ist. Am Donnerstag geht es los.
Zwei Runden stehen in der National League noch aus, ehe es mit den Playoffs, dem Play-In, dem Playout weiter geht oder die Saison zu Ende ist. Am Donnerstag geht es los.
Zur Erinnerung: Die ersten sechs Mannschaften sind direkt für die Playoff-Viertelfinals qualifiziert, die Teams in den Rängen 7 bis 10 spielen um die letzten zwei Playoff-Plätze, der Elfte und der Zwölfte können in die Ferien, und der Dreizehnte und Vierzehnte müssen sich über die Playouts retten.
Darum geht es für die 14 Klubs der National League im Schlussspurt bis am nächsten Samstag:
1. Lausanne (97 Punkte)
Restprogramm: Fribourg-Gottéron (h), Zug (a).
Seit Dienstag und der Niederlage der ZSC Lions stehen die Waadtländer als Sieger der Qualifikation fest. Das könnte für die Equipe von Geoff Ward der entscheidende Vorteil sein im Kampf um den ersten Meistertitel der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Denn im letzten Jahr musste der LHC in der Finalissima gegen die ZSC Lions in Zürich-Altstetten antreten. Diesmal würde ein allfälliges Spiel 7 der Finalserie in jedem Fall in Lausanne stattfinden.
2. ZSC Lions (90)
Restprogramm: Davos (a), Kloten (h).
Der Champions-League-Sieger war lange auf Kurs, die Titelverteidigung erneut als Tabellenerster in Angriff nehmen zu können. Doch nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Trainer Marc Crawford traten die Zürcher unter Marco Bayer nicht immer gefestigt auf. Der ZSC wird Rang 2 verteidigen wollen, um möglichst lange vom Heimrecht profitieren zu können.
3. Bern (88)
Restprogramm: Ambri-Piotta (a), Genève-Servette (h).
Mit einem starken Finish könnte sich der SCB noch auf Rang 2 hieven. Allerdings tritt das Team von Jussi Tapola gegen Teams an, die noch um einen Platz im Play-In kämpfen und entsprechend motiviert antreten dürften.
4. Zug (85)
Restprogramm: Kloten (a), Lausanne (h).
Die Zuger werden bestrebt sein, mindestens Rang 4 zu halten und sich so immerhin das Heimrecht für die Viertelfinal-Serie der Playoffs zu sichern. Theoretisch ist für die Zentralschweizer auch der Sprung auf Rang 2 noch möglich.
5. Davos (83)
Restprogramm: ZSC Lions (h), Rapperswil-Jona (a).
Die Bündner haben die Chance, sich das Heimrecht für die Playoffs zu erspielen. Dass die Mannschaft von Josh Holden gegen Meister ZSC gewinnen kann, hat sie am Dienstag gerade bewiesen. Gelingt das im neuerlichen Duell in der eigenen Halle, könnten die Playoffs tatsächlich in der Davoser Arena starten.
6. Fribourg-Gottéron (77)
Restprogramm: Lausanne (a), Ambri-Piotta (h).
Gegen oben ist für die Freiburger nichts mehr zu holen. Für die Mannschaft von Lars Leuenberger geht es aber darum, sich in den ersten sechs zu halten und damit den Umweg über das Play-In zu vermeiden. Unter dem 49-Jährigen Coach hat Gottéron in bisher 19 Partien in der Liga nur zweimal nicht gepunktet.
7. Kloten (76)
Restprogramm: Zug (h), ZSC Lions (a).
Die Teilnahme am Play-In kann der Mannschaft von Lauri Marjamäki niemand mehr streitig machen. Die Klotener werden aber versuchen, Fribourg-Gottéron mit Siegen unter Druck zu setzen und so vielleicht doch noch einen direkten Platz in den Playoff-Viertelfinals zu ergattern.
8. SCL Tigers (71)
Restprogramm: Biel (a), Ajoie (h).
Für die Emmentaler besteht noch eine kleine Möglichkeit, sich in die Playoff-Viertelfinals zu bugsieren. Bleibt Fribourg-Gottéron im Schlussspurt ohne Punkte und lassen die Tigers mit zwei Siegen auch Kloten hinter sich, würden sie aufgrund der deutlich besseren Ausbeute in den Direktduellen mit Gottéron (10 Punkte in vier Spielen) in die ersten sechs vorstossen und erstmals seit 2019 eine Playoff-Viertelfinalserie bestreiten können.
9. Ambri-Piotta (70)
Restprogramm: Bern (h), Fribourg-Gottéron (a).
Mit zwei Siegen könnten die Leventiner zu Kloten aufschliessen und sogar an den Zürchern vorbeiziehen, da die Mannschaft von Luca Cereda in den Direktbegegnungen nur zwei Punkte abgegeben hat. Mit einem starken Ende der Qualifikation könnte sich der HCAP so eine bessere Ausgangslage für das Play-In erspielen. Schaffen es die Biancoblu mindestens auf Rang 8, hätten sie zwei Chancen, sich das Ticket für die Viertelfinals zu ergattern. Allerdings sind Punkte für die Tessiner sowieso wichtig, wollen sie nicht einen Rückfall aus den ersten zehn und damit ein vorzeitiges Saisonende riskieren.
10. Biel (69)
Restprogramm: SCL Tigers (h), Lugano (a).
Auch die Seeländer liebäugeln noch mit den ersten acht, wobei das Heimspiel gegen die SCL Tigers wegweisend sein dürfte dafür, ob dem Team von Martin Filander dieses Unterfangen gelingen kann oder nicht. Vor dem Fall ins Playout muss sich der EHCB indes nicht mehr fürchten. Selbst wenn Lugano am letzten Spieltag punktemässig gleichziehen sollte, spricht die Bilanz aus den Direktduellen für die Bieler.
11. Genève-Servette (68)
Restprogramm: Lugano (h), Bern (a).
Dank sechs Siegen in den letzten sieben Spielen und zuletzt vier in Serie haben die Genfer intakte Chancen, das vorzeitige Saisonende abzuwenden und sich einen Platz im Play-In zu sichern. Allerdings ist das Team von Yorick Treille noch nicht ganz sicher davor, von Lugano eingeholt zu werden und so ins Playout abzurutschen.
12. Rapperswil-Jona Lakers (67)
Restprogramm: Ajoie (a), Davos (h).
Für die Lakers kann sich eine schwierige Saison nach wie vor in alle Richtungen bewegen. Um sich die Chance auf die Play-In-Partien zu wahren, ist ein Sieg gegen Schlusslicht Ajoie jedoch Pflicht. Ansonsten dürfte die Spielzeit der St. Galler, die unter Johan Lundskog phasenweise aufsteigende Tendenzen an den Tag legten, am Samstag zu Ende gehen. Misslingen die letzten beiden Partien aber komplett, ist auch möglich, dass sich Rapperswil-Jona im Playout wiederfindet.
13. Lugano (63)
Restprogramm: Genève-Servette (a), Biel (h).
Die Südtessiner spielen eine vollkommen missratene Saison, in der ihr Best-Case-Szenario nur noch sein kann, dass diese am Samstag endlich zu Ende geht. Aufs Play-In haben die Luganesi keine Chance mehr. Und so wird es für Trainer Uwe Krupp, der seit Mitte Januar in der Verantwortung ist, darum gehen, mit zwei starken Auftritten irgendwie die Lücke zu Rang 12 zu schliessen und so die Strafaufgabe Playout in letzter Sekunde abzuwenden.
14. Ajoie (46)
Restprogramm: Rapperswil-Jona (h), SCL Tigers (a).
Ajoie steht schon seit einiger Zeit als Tabellenletzter fest. Es ist der Rang, den die Jurassier nun in allen vier Saisons seit dem Aufstieg belegt haben. Insofern ist die Mannschaft von Greg Ireland erprobt, was Playout-Serie angeht. Dennoch werden die Ajoulots hoffen, dass sich in der Swiss League eine Mannschaft den Titel holt, die kein Gesuch für den Aufstieg gestellt hat. So würde eine allfällige Ligaqualifikation hinfällig. Von den Halbfinalisten in den Playoffs der zweithöchsten Liga ist nach dem Ausscheiden von La Chaux-de-Fonds nur noch Visp aufstiegsberechtigt.