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Fall Peltonen: Der HCD-Stürmer darf weiter nur individuell trainieren

Weil es der HCD verpasste, die Insulin-Behandlung von Aleksi Peltonen zu melden, ist der Stürmer weiter gesperrt. Die Sperre könnte gar länger ausfallen als erwartet.

Roman
Michel
24.10.23 - 16:14 Uhr
Eishockey
Schwierige Zeit: Aleksi Peltonen ist derzeit zum Zuschauen verdammt.
Schwierige Zeit: Aleksi Peltonen ist derzeit zum Zuschauen verdammt.
Bild Gian Ehrenzeller / Keystone

Am 15. September kam Aleksi Peltonen letztmals für den HC Davos zum Einsatz. In der zweiten Runde der Meisterschaft. Mittlerweile steht der HCD bei 15 Spielen. Für den Neuzugang Peltonen sind keine Partien mehr dazugekommen. 

Der Grund: Mitte September wurde Peltonen von der Swiss Sport Integrity provisorisch gesperrt. Wegen eines möglichen Verstosses gegen die Doping-Richtlinien. Hintergrund: Der Finne leidet an Diabetes Typ 1, muss sich deshalb regelmässig Insulin spritzen, um den Zuckerspiegel im Blut zu senken. Da Insulin auf der Doping-Liste steht, muss die Verwendung im Sport bei den entsprechenden Behörden gemeldet werden – was der HCD aber verpasste. 

Einen ähnlichen Fall gab es im Schweizer Eishockey Anfang 2021: Damals wurde der damalige SCB-Stürmer Cory Conacher wegen Insulin im Blut für drei Monate aus dem Verkehr gezogen. Beim HCD rechnet man gar damit, dass die Sperre noch länger ausfallen könnte. 

Und was macht Peltonen? Der Finne darf weiter nicht mit der Mannschaft trainieren. Immerhin kann er individuell aufs Eis und in den Kraftraum. Erst in der letzten Phase der Sperre ist er wieder im Teamtraining zugelassen. Wann das sein wird? Ist weiter unklar. 

Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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Regeln sind Regeln, schade das der Spieler unter dem Fehler des Clubs leiden muss.. Jedoch auch etwas fraglich ob es wirklich Notwendig ist es so extrem zu verkomplizieren wenn er die Krankheit nachweisen kann...

Swiss Sport Integrity verhält sich skandalös. Die Sachlage ist klar, die Sperre kann/muss per sofort aufgehoben werden. Diabetes ist eine Krankheit, weswegen niemand diskriminiert werden darf. Bei Swiss Sport Integrity sind offensichtlich hartgesottene Bürokraten am Werk, die sofort definitiv gesperrt werden müssen.

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