Ex-Eishockey-Nationalcoach Krueger hat Parkinson
Der frühere Schweizer Eishockey-Nationalcoach Ralph Krueger macht öffentlich, dass er Parkinson hat und unheilbar krank ist.
Der frühere Schweizer Eishockey-Nationalcoach Ralph Krueger macht öffentlich, dass er Parkinson hat und unheilbar krank ist.
Im Interview mit CH Media spricht Ralph Kruger erstmals öffentlich über seine Erkrankung. Er habe im Herbst 2024 die Diagnose Parkinson erhalten, verrät der 66-jährige Deutsch-Kanadier, der auch den Schweizer Pass besitzt.
«Die Krankheit ist unheilbar. Das ist ein Grund, warum ich mich noch stärker aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe», erklärt Krueger, der von 1997 bis 2010 erfolgreich an der Spitze des Nationalteams stand. «Ich spreche bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal darüber. Es ist ein grosser Schritt für mich.» Genaue Prognosen über den Verlauf der Krankheit seien nicht möglich, aber die Symptome könnten gelindert werden, zum Beispiel mit Sport.
Nach und nach habe er durch «eine sehr gute Betreuung und durch meine Familie gelernt, zu akzeptieren, dass diese Krankheit nun ein Teil von mir ist.» Er könne aber kontrollieren, wie er darauf reagiere.
Dem Hockey ist Krueger, der auch in der NHL als Cheftrainer von Edmonton und Buffalo sowie im Fussball als Vorstandsvorsitzender des FC Southampton tätig war, eng verbunden geblieben. Er habe Tickets für alle Spiele der Schweizer Nationalmannschaft bei der anstehenden Heim-WM in Zürich. Nichts habe ihn so geprägt wie seine Tätigkeit als Nationaltrainer, stellt er fest.
«Diese Zeit ist so etwas wie das Herzstück meines Arbeitslebens», sagt Krueger. «Ich durfte (...) eine ganze Spielergeneration auf dem Weg nach oben begleiten, und das Schweizer Eishockey hat in dieser Zeit den Anfang einer atemberaubenden Entwicklung genommen.» Er traut dem Team denn auch trotz der Turbulenzen um den entlassenen Coach Patrick Fischer ein erfolgreiches Turnier zu.