«Ohne Spengler Cup fehlt mir das Drumherum»
Fredi Pargätzi ist zwar nicht mehr OK-Präsident des Spengler Cups, doch als Sportverantwortlicher ist er immer
noch mittendrin in der Organisation. Durch die corona-bedingte Absage der 93. Austragung hat der 67-Jährige diesmal über
die Festtage sehr viel Zeit – für Pargätzi ein seltsames Gefühl.
Fredi Pargätzi ist zwar nicht mehr OK-Präsident des Spengler Cups, doch als Sportverantwortlicher ist er immer noch mittendrin in der Organisation. Durch die corona-bedingte Absage der 93. Austragung hat der 67-Jährige diesmal über die Festtage sehr viel Zeit – für Pargätzi ein seltsames Gefühl.
Dass er über die Festtage frei hat, ist für Fredi Pargätzi etwas Neues. Ob er sich nun mehr darüber freue oder dem Spengler Cup nachtrauere, müsse er erst noch herausfinden, meint er auf Anfrage. Einerseits freue er sich, für einmal mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Andererseits werde das Drumherum des Spengler Cups – die Begegnungen mit Teams und Fans – sicher fehlen. «Ich würde meine Gefühlslage deswegen als zwiespältig bezeichnen.» Er habe in dieser Saison noch kein Spiel live in der Eishalle gesehen, sondern jeweils vor dem Fernseher mitgefiebert. Einerseits habe er die ohnehin begrenzte Kapazität nicht belasten und anderen den Vortritt lassen wollen, andererseits sei er aber auch darum bemüht, im Sinn der Vorgaben des Bundes die Kontakte möglichst gering zu halten. «Ich bin 67 Jahre alt und gehöre damit zur Risikogruppe», stellt er fest.
Interesse der Teams ist da
Pargätzi musste den Teams bereits Ende September mitteilen, dass der Spengler Cup heuer wegen Corona ausfallen müsse. «Ich telefonierte mit den Verantwortlichen, und es gab grosses Verständnis», meint Pargätzi. Die Equipen hätten zudem grosses Interesse bekundet, 2021 dabeizusein. Es gebe aber noch mehrere Herausforderungen zu meistern, ehe das definitive Teilnehmerfeld feststehen werde. Hürde Nummer eins ist zunächst einmal, dass man mit Frölunda bereits ein schwedisches Team für den Spengler Cup verpflichtet habe und auch bereits weitere Verträge mit anderen Organisationen bestünden. Und dann spielt die Unsicherheit betreffend weiterem Verlauf der Corona-Pandemie eine grosse Rolle. «Es steht die Frage im Raum, in welcher Form wir das Traditionsturnier im nächsten Jahr durchführen können. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die internationale Hockey-Landschaft wegen Corona verändern wird respektive welche finanziellen Folgen die Pandemie auf die Clubs hat», stellt Pargätzi fest. Die Ungewissheit ist also gross. Pargätzi meint denn auch abschliessend: «Ich freue mich erst dann riesig auf den nächsten Spengler Cup, wenn sicher ist, dass er auch stattfinden kann.»
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.