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Ein Penalty geht um die Welt

Das Kunststück von Mattias Tedenby sorgt bis Nordamerika für Aufsehen. Der Schwede selbst sieht die Aktion eher nüchtern.

Roman
Michel
Freitag, 14. Februar 2020, 11:49 Uhr Nach Tedenbys Geniestreich
Nach seinem Fabel-Penalty gegen Ambri bestimmt Mattias Tedenby nicht nur die Schweizer Eishockey-Schlagzeilen.
KEYSTONE

Der Weg von der Schweiz nach Nordamerika ist für hiesige Eishockeyspieler gewöhnlich lang und beschwerlich. Mattias Tedenby meisterte ihn in wenigen Augenblicken. Oder: mit einem Penalty. Sein Kunststück im Penaltyschiessen gegen Ambri-Piotta verzückt nicht nur in der Hockey-Schweiz sondern auch in Übersee. «Ein unglaublicher Move, ein einzigartiger Penalty», schreibt der zuschauerstärkste kanadische TV-Sender TSN auf seiner Homepage. Und befiehlt seinen Lesern: «Must see!» TVA-Sports schreibt von einer «Finte, die Sie noch nie gesehen haben.» Das New Yorker Sportportal ESNY vergleicht den Geniestreich mit Sidney Crosby und rät: «Dieses Video müssen sich auch NHL-Spieler anschauen.»

Und das ist er, Tedenbys Geniestreich

Auch in Tedenbys Heimat Schweden sorgt der Fabel-Penalty für Aufsehen. Das Boulevardblatt «Expressen» titelt: «Magie! Schwede wird nach krankem Penalty gefeiert!» Dabei war nicht nur der zweite Shootout-Treffer ein Zauberstück. Bereits bei seinem ersten Anlauf führte Tedenby mit einem frechen Stopp vor dem Tor Ambri-Goalie Benjamin Conz an der Nase herum.

Die Schlagzeile des «Expressen»

SCREENSHOT EXPRESSEN.SE

Und Tedenby? «Ich habe den Trick schon einige Male im Training probiert», sagt der Schwede auf dem HCD-Instagram-Account über seinen zweiten Penalty. Und erinnerte sich, mit demselben Geniestreich bereits in der AHL einmal erfolgreich gewesen zu sein. In der zweithöchsten Liga Nordamerikas spielte Tedenby von 2010 bis 2014 als er zwischen dem NHL-Team New Jersey Devils und dessen Farmteam Albany hin und her pendelte.

Experten sehen in der kleinen Statur Tedenbys (1,77 Meter) den Grund, weshalb er sich in der NHL nicht dauerhaft durchsetzen konnte. Der Stürmer selbst schüttelt ob dieses Urteils nur den Kopf. «Ich war damals zu jung, im Kopf nicht bereit», sagte er kurz nach seinem Wechsel zum HCD. Das ist er heute definitiv.

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