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Saisonhälfte: Wie sich Niederreiter in Carolina schlägt

Die Hälfte der NHL-Regular-Season gehört für Nino Niederreiter und die Carolina Hurricanes der Vergangenheit an. Zeit, sich die Zahlen des Bündner Stürmers etwas genauer anzuschauen.

Tobias
Kreis
Dienstag, 07. Januar 2020, 11:04 Uhr Eishockey
Mit fünf Toren aus 42 Spielen fällt Nino Niederreiters Ausbeute bescheiden aus.
KEYSTONE

Gut die Hälfte der Regular Season in der NHL ist absolviert. Die Carolina Hurricanes liegen nach 42 von 82 Spielen mit 50 Punkten auf Rang 7 der Eastern Conference. Für das Team aus Raleigh zeichnet sich eine enges Rennen um die Playoff-Qualifikation ab.

Wollen sich die «Canes» in der zweiten Saisonhälfte ihren Platz in den Playoffs sichern, müssen sie also mindestens gleich gut spielen, wie in der ersten Saisonhälfte. Gefordert ist dabei auch der Bündner Ausnahmestürmer Nino Niederreiter, der im bisherigen Saisonverlauf sein Renommee noch nicht ganz erreicht hat. Fünf Tore und 15 Assists in 42 Spielen sind für den sechstteuersten Spieler im Kader der Hurricanes eine bescheidene Ausbeute.

Der Blick in die Statistiken zeigt, dass Niederreiter in dieser Spielzeit in Sachen Produktivität bisher nicht an die starke Vorsaison anzuschliessen vermochte. Damit verknüpft ist die an der Eiszeit gemessen etwas kleinere Rolle, die der 27-jährige Churer bei Carolina spielt.

Derzeit realisiert Niederreiter etwas weniger als einen halben Skorerpunkt pro Spiel, was etwa dem Wert seines Karriere-Durchschnitts entspricht. In den 36 Spielen, die er vergangene Saison nach dem Wechsel von Minnesota für Carolina bestritt, war er mit 0.83 Punkten pro Spiel deutlich produktiver. Es fällt auf, dass Niederreiter aktuell nicht nur weniger Schüsse aufs Tor abgibt (S/GP), sondern dass seine Schüsse auch weniger oft den Weg ins Tor (S%) finden.

Starke Corsi-Werte

Obwohl Niederreiter in den meisten Spielen neben den beiden Topstürmern Sebastian Aho und Teuvo Teravainen spielt, erhält er deutlich weniger Eiszeit als seine beiden Linienpartner. Gegenüber der Vorsaison hat sich Niederreiters Eiszeit um fast drei Minuten pro Spiel reduziert (TOI). Auch im Powerplay wird er weniger lange eingesetzt (TOI/PP).

Indes spiegelt sich Niederreiters Wert für Trainer Rod Brind’Amour nicht nur in den Skorerwerten wieder. Gerade bei anderen für den Spielausgang mitentscheidenden Parametern, die in sogenannten Advanced Stats ausgedrückt werden, ist er häufig weit vorne anzutreffen.

Ein Beispiel: Mit einem durchschnittlichen Corsi-Prozentsatz von 59.8 Prozent tritt Niederreiter auch in dieser Saison sehr dominant auf. Kommt ein Spieler in dieser Statistik auf über 50 Prozent, bedeutet dies, dass sein Team, sobald er auf dem Eis steht, häufiger in Puckbesitz ist als das gegnerische Team. Ein Wert von gegen 60 Prozent ist diesbezüglich herausragend.

Niederreiters dominante und intensive Spielweise dürfte ein Grund dafür sein, dass Brind' Amour den Bündner konstant in der ersten Linie belässt.

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