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Die Strafen geben zu reden

Dank seines Powerplays liegt der HC Davos im Play-out-Final voraus. Für Diskussionen sorgte insbesondere jene Strafe gegen die Lakers, die zur Entscheidung führte.

Bernhard
Camenisch
Mittwoch, 27. März 2019, 14:23 Uhr Playout-Final
Skeptischer Blick: Lakers-Coach Jeff Tomlinson sieht das Unheil für seine Mannschaft in Davos kommen.
GIAN EHRENZELLER/KEYSTONE

«Wir müssen von der Strafbank wegbleiben», hatte Jeff Tomlinson vor Beginn des Play-out-Finals gemahnt. Mit seiner Warnung sollte er richtig liegen, Strafen kosteten den Lakers das erste Spiel dieser Serie. Der HCD erzielte alle drei Tore in Überzahl, die Lakers ihre beiden bei numerischen Gleichstand.

Was Tomlinson nicht hatte vorhersehen können: Ausgerechnet wegen ihm war sein Team dezimiert, als HCD-Junior Benjamin Baumgartner in der 41. Minute der Game Winner gelang. Fabian Brem sass die Strafe ab, die sein Coach für Reklamieren kassiert hatte. «Ich hatte lediglich gesagt, das sei beim Bully Behinderung gewesen», erklärte Tomlinson nach dem Spiel. Schiedsrichter Stefan Eichmann hatte dies anders empfunden und die Strafe ausgesprochen. Dies brachte den Coach der Lakers erst so richtig auf die Palme: «Ich habe noch nie eine solche Arroganz von einem Schiedsrichter erlebt», machte er seinem Ärger Luft.

Als Ausrede für die Niederlage wollte Tomlinson die Strafen freilich nicht herbeiziehen, wie diese verteilt waren, missfiel ihm aber. Während die Lakers in den ersten zwei Dritteln fünf kleine Strafen gepfiffen bekamen, war es beim HCD nur eine – selbst verschuldet wegen unkorrektem Wechsel.

«Das ist unerklärlich»

An der Leistung seiner Mannschaft bemängelte Tomlinson die Nervosität und Hektik, die bis ins zweite Drittel anhielt. Was passieren kann, wenn die Lakers mutig in die Offensive gehen, zeigten sie in der 29. und 30. Minute, als sie mit zwei dynamischen Shifts die Partie drehten. Dies gefiel Marc Aeschlimann gar nicht. Nach dem 1:0 habe es in ihrem Spiel einen Bruch gegeben, «das ist unerklärlich», erklärte der HCD-Stürmer.

Für das morgige zweite Spiel nehmen sich die Davoser vor, an ihre Leistung aus dem ersten Drittel anzuschliessen. Tomlinson kündigte derweil Änderungen in seiner Boxplay-Formation an, wollte aber noch nicht ins Detail gehen.

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