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Beim HCD siehts nach mehreren neuen Trainern aus

Drei Wochen nach dem Rücktritt von Arno Del Curto scheint sich in Davos eine Nachfolgelösung abzuzeichnen. Sportchef René Müller sprach in einem Interview von einem Trainerduo oder gar einem Trainertrio.

Philipp
Wyss
Samstag, 15. Dezember 2018, 07:09 Uhr Eishockey
SCHWEIZ EISHOCKEY DAVOS ZUG
Sportchef und Assistenztrainer René Müller (links) im Gespärch mit Interimstrainer Michel Riesen.
KEYSTONE

Nachdem Christian Wohlwend seinen Vertrag beim Schweizerischen Eishockeyverband bis 2020 verlängert hat, fällt er als möglicher Nachfolger von Arno Del Curto als Trainer beim HC Davos wohl aus den Traktanden. Der Engadiner wurde von einem Eishockey-Podcast schon Ende November ins Spiel gebracht und wurde am 10. Dezember in einer Sendung auf MySports darauf angesprochen. Wohlwend sprach damals von einer reizvollen Aufgabe («suedostschweiz.ch» berichtete).

In der Sendung Boxplay auf Teleclub sprachen am Freitag HCD-Sportchef René Müller, der ehemalige Nationalspieler Martin Plüss, und Eishockey-Journalist Kristian Kapp zum Thema Del-Curto-Nachfolger. Dabei sagte Müller, dass der Traditionsklub seit dem Rücktritt von Arno Del Curto eine neue Philosophie sowie neue Trainer sucht. «Spielerverträge laufen aus, wir suchen neue Trainer und daneben müssen wir Strukturen aufbauen, mit denen wir im kommenden Herbst in eine ruhige Saison starten können. Zudem wollen wir in den nächsten zwei, drei Jahren wieder bei den Leuten sein», sagte Müller in der Sendung. Konkret gebe es Dinge, die in den kommenden ein, zwei Wochen umgesetzt werden müssten, und andere, mit denen man sich noch etwas Zeit lassen könne. Aber es sei nicht einfach, all dies unter einen Hut zu bringen. Müller machte keinen Hehl daraus, dass innerhalb des HC Davos ein Strukturproblem bestehe.

Zum aktuellen Stand der Trainersuche sagte Müller: «Wir suchen keine Namen, wir suchen Trainer, die unserer Philosophie entsprechen.» Sprich mit jungen Spielern arbeiten. Dahingehend wurde auch die Infrastruktur stets auf- und ausgebaut. Beispielsweise mit der kürzlich eröffneten Trainingshalle und dem darin integrierten Off-Ice-Bereich. «Wir haben unsere Vision», so Müller. «Wir werden uns in den kommenden Jahren keine teure Mannschaft leisten können, wollen aber vorne mitspielen. Darum brauchen wir einen Staff, der wie vor 20 Jahren mit Del Curto, mit jungen Spielern arbeiten will.

Es muss zusammenpassen

Konkret sprach Müller von einemTrainerduo oder einem Trainertrio: «Wir müssen nicht nur von einem Headcoach sprechen. Heutzutage spricht man von einem Trainertrio.» Grosse Fussballklubs würden im Nachwuchs neben Spielern auch Trainer aufbauen. Das muss unser Ziel sein», so Müller weiter. Ob Davos aber bereits jetzt einen Schweizer Trainer einstellen wird, ist laut Müller noch offen. Und weiter: «Momentan haben wir Hunderte Namen und einzelne Puzzleteile, die aber noch nicht perfekt zueinander passen.» Möglich sei auch eine Zwischenlösung, spricht bis Ende Saison und dann ein gänzlicher Neuanfang auf die Spielzeit 2019/20.

Die ganze Sendung Boxplay zum Nachsehen gibts hier:

Den nächsten Ernstkampf bestreitet der HC Davos am Samstag, 22. Dezember, auswärts in Freiburg. Nach heutigem Stand weiterhin mit Interimstrainer Michel Riesen und Assistent René Müller. Und am 26. Dezember beginnt der 92. Spengler Cup mit Davos, dem Team Canada, Nürnberg, Kuopio, Magnitogorsk und Trinec. Bis dahin hoffe man, den neuen Staff unter Vertrag zu haben, so Müller. «Aber unter Zeitdruck und unter Stress werden wir keine Entscheidungen fällen.»

Alles zum Spengler Cup gibts hier:

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