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Neukoms Premiere als Gast in seiner Heimat

2015 verliess Stürmer Benjamin Neukom seinen Stammklub SCRJ Lakers. In der Ausrüstung der SCL Tigers läuft er am Freitag erstmals als Gegenspieler in der SGKB-Arena auf.

Bernhard
Camenisch
Freitag, 12. Oktober 2018, 05:50 Uhr Eishockey
Benjamin Neukom, der Rapperswil-Joner in Diensten der SCL Tigers, will für Betrieb vor dem Lakers-Tor sorgen.
KEYSTONE

«Unser Heimspiel gegen die Lakers war für mich schon speziell», sagt Benjamin Neukom, «doch diesmal wird es sehr speziell.» Erstmals in seiner gesamten Eishockeykarriere tritt der 27-Jährige am Freitagabend als Gegner in seiner Heimatstadt Rapperswil-Jona an. Dies als Stürmer der SCL Tigers.

Im Lido und danach in der umgebauten SGKB-Arena – wie das Stadion mittlerweile heisst – erlernte Neukom das Eishockey-ABC. Dort schaffte er 2010 den Schritt vom Junior zum NLA-Eishockeyaner. Er kennt die Halle aus dem Effeff und unter dem Personal, das darin arbeitet, sind viele bekannte Gesichter.

Grossmutter im Trikot-Klinch

Neukom hat auf das Spiel hingefiebert, die Vorfreude ist gross. «Es werden viele Familienangehörige und Freunde unter den Zuschauern sein», sagt der Flügelstürmer. Die meisten von ihnen hätten eh Tickets für die Lakers. Zwei, drei Eintrittskarten müsse er aber noch organisieren. Neukoms Anhänger sind heute in einer Luxussituation, denn es wird nur Gewinner geben: Siegen die Lakers, freuen sie sich für «ihren» Klub, siegen die Tigers freuen sie sich für deren Spieler mit der Nummer 64. Neukom erwähnt seine Grossmutter: «Sie hat ein Trikot der Lakers und der SCL Tigers. Ich weiss gar nicht, ob eines und fürs Spiel anziehen wird und wenn ja, welches.»

Spätestens wenn die Partie beginnt, wird Benjamin Neukom jegliche Sentimentalitäten beiseitegelegt haben. Klar ist für ihn auch, dass er jubeln würde, falls ihm ein Tor gelingt. «Im Fussball mag dies vielleicht anders sein, wenn man gegen den Ex-Verein trifft. Im Eishockey denkt man aber nicht so.»

«Unser Heimspiel gegen die Lakers war für mich schon speziell. Doch diesmal wird es sehr speziell.»

Neukom wünscht sich einen persönlichen Treffer, denn in den ersten acht Meisterschaftsspielen der neuen Saison ist ihm noch keiner gelungen. Immerhin stehen drei Assists in der Statistik. Seinen Saisonstart bezeichnet er trotzdem als durchzogen. «Der Knoten ist noch nicht geplatzt», sagt der gestandene Profi, der schon über 370 Partien in der höchsten Schweizer Liga bestritten hat. Im Frühling 2015 verliess Neukom die Lakers. Nach zwei Jahren für Fribourg-Gottéron steht er in seiner zweiten Saison für die SCL Tigers. Diese sind mit acht Punkten aus zwölf Spielen gut in die Saison gekommen.

Tigers auswärts eine Macht

Auffällig ist aber die Diskrepanz zwischen den Heim- und Auswärtsauftritten. In vier Spielen auf eigenem Eis punkteten die Langnauer nur zum Auftakt beim 5:2 gegen die Lakers. Auswärts schlugen sie hingegen zuletzt nacheinander die ZSC Lions (4:1), Davos (7:0) und Lugano (4:1). «Dieses Missverhältnis geht natürlich nicht. Wir müssen anfangen, auch zuhause zu gewinnen», sagt Neukom.

Am Samstag kommt der SC Bern in die Ilfishalle. Zunächst steht am Freitag, 19.45 Uhr, aber das Duell bei den Lakers an. «Wir wissen, dass die Lakers besser spielen, als es die Tabelle aussagt», erklärt Neukom, «trotzdem wollen wir unsere Auswärtsserie natürlich fortsetzen.»

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