Claude-Curdin Paschoud: «Die Enttäuschung ist sehr gross»
Er war nahe dran. Und doch war der Sieg für den HC Davos im tschechischen Liberec ausser Reichweite. Doch warum ist der HCD erstmals in der Champions-League-Gruppenphase hängen geblieben? HCD-Verteidiger Claude-Curdin Paschoud findet klare Worte.
Er war nahe dran. Und doch war der Sieg für den HC Davos im tschechischen Liberec ausser Reichweite. Doch warum ist der HCD erstmals in der Champions-League-Gruppenphase hängen geblieben? HCD-Verteidiger Claude-Curdin Paschoud findet klare Worte.
Gekämpft hat der HC Davos bis zur letzten Sekunde. Sogar als Bílí Tygři Liberec in der letzten Minute mit einem Treffer ins leere HCD-Tor auf 4:2 davonzog, gaben die Bündner noch nicht auf. Gleich neun Sekunden später verkürzten sie nochmals auf 3:4. Doch es reichte schliesslich doch nicht mehr, um das Spiel noch auszugleichen:
Der Teufel liegt im Detail
Claude-Curdin Paschoud, Verteidiger des HC Davos, fand nach dem Spiel schnell Gründe, weshalb es für die Davoser gegen Liberec mit dem Sieg nicht geklappt hat. Der Unterschied habe in den Details gelegen. «Am Ende hat sicher der letzte Drang zum Tor gefehlt.» Paschoud sagte aber auch, dass die Davoser defensiv nicht genug gut spielten. Die letzte Opferbereitschaft, «um vor dem eigenen Tor Schüsse zu blockieren», habe genauso gefehlt wie die Konzentration in der eigenen Zone, so der Verteidiger.
Als Beispiel erwähnte Paschoud das Tor zum 2:1 von Liberec. Nur 38 Sekunden habe Liberec gebraucht, um den Davoser Treffer zum 1:1-Ausgleich zu überwinden und erneut in Führung zu gehen. «Wenn man selbst ein Tor schiesst, ist es wichtig, die folgenden zwei oder drei Einsätze besonders konzentriert zu spielen.» Aber nach dem Ausgleich seien die Davoser für kurze Zeit unaufmerksam gewesen. «Dann landete die Scheibe gleich im Tor.»
Es wird eng; nach 40‘ stets 1:2. @BLittle14 hat den Ausgleich erzielt. Noch bleiben 20‘... Reminder: wir brauchen mind 2 Punkte. pic.twitter.com/un0ftcfbVA
— Hockey Club Davos (@Hockeysince1921) 3. Oktober 2017
Die Frage, ob die Tschechen überraschend stark gespielt hätten, verneinte Paschoud. «Wir wussten um die defensive Stärke von Liberec.» Und diese sei offensichtlich gewesen: «Wir sind selten vor das Tor gekommen, hatten wenige Topchancen.» In einem solchen Spiel sei defensive Stabilität ein Muss, so Paschoud. «Wir haben heute vier Tore zugelassen. Das ist gegen eine solche Mannschaft sicher zu viel.»
Grosse Enttäuschung
Nach der Niederlage bleibt laut Paschoud unter dem Strich nichts vom Abenteuer in der Champions League. Man habe zwar gegen zwei Topteams aus Tschechien und Schweden spielen können, aber auch weiterkommen wollen. «Das ist uns nicht gelungen. Jetzt im Moment ist die Enttäuschung einfach sehr gross.»
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