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Die Highlights des «Iceman»

Die Highlights des «Iceman»

Nach 17 Jahren im Skizirkus tritt Carlo Janka nach den Rennen in Wengen zurück. Wir werfen einen Blick auf die Highlights des Skirennfahrers aus Obersaxen.

Jasmin
Schnider
14.01.22 - 04:30 Uhr
Sport
Carlo Janka tritt nach 17 Jahren als Skirennfahrer zurück.
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Knapp 300 Weltcuprennen, rund 100 Top-Ten-Platzierungen, 28 Podestplätze und 11 Weltcupsiege in vier verschiedenen Disziplinen – Carlo Janka gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Skirennfahrern der Gegenwart. Diese Woche wird er in Wengen jedoch ein letztes Mal an den Start gehen, doch davor werfen wir noch einen Blick auf die Highlights seiner Karriere.

Val d’Isere 2009

Der erste Höhepunkt in Jankas Karriere sind die Weltmeisterschaften in Val d’Isere im Jahr 2009. Der damals 22-Jährige gewinnt Gold im Riesenslalom und Bronze in der Abfahrt. 

Riesenslalom-Weltmeister Carlo Janka in Obersaxen im Jahr 2009.
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Das ganze Dorf feiert den Einheimischen nach seinem Weltcupsieg im Riesenslalom im Jahr 2009.
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Vancouver 2010

An den Olympischen Spielen in Vancouver im Jahr 2010 folgt ein weiterer Höhepunkt: Nur 15 Monate nach seinem ersten Podestplatz im Ski-Weltcup sichert sich Carlo Janka den Sieg im Riesenslalom. Schweizer Olympiagold im Riesenslalom hatten sich vor ihm nur Roger Staub (1960), Heini Hemmi (1976) und Max Julen (1984) geholt.

In der Mehrzweckhalle von Obersaxen wird von der Gemeinde verfolgt, wie Janka zum Olympiasieger wird.
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Carlos Vater Reto Janka jubelt.
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Gesamtweltcupsieg 2009/10

In der selben Saison gelingt ihm wohl sein grösster Erfolg. Mit dem Sieg in der Abfahrt und im Riesenslalom am Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen sichert sich der «Iceman» den Gesamtweltcupsieg. Seither gelang das keinem Schweizer Athleten mehr. Davor hatte zuletzt der Davoser Paul Accola den Gesamtweltcupsieg in der Saison 1991/92 gewonnen.

Zudem ist Janka neben Pirmin Zurbriggen der einzige Schweizer, dem das Triple aus Olympiasieg, WM-Titel und Gesamtweltcup-Sieg gelang.

Im Frühling 2010 wird der Gesamtweltcupsieger vom ganzen Dorf gefeiert. Auch Regierungsrätin Barbara Janom Steiner überbringt ihre Glückwünsche.
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Eine eigene Piste

Neben Medaillen und Preisen hat Janka auch noch so einige andere Dinge erhalten. So besitzt der Bündner auch eine eigene Piste in seinem Wohnort Obersaxen. Am 29. März 2014 wird die Carlo-Janka-Piste eingeweiht. 

Seine eigene Piste: Carlo Janka auf der Eröffnungsfahrt.
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Wengen 2015

Nach einigen schwierigen Jahren aufgrund von gesundheitlichen Problemen sowie einem Materialwechsel findet Janka in der Saison 2014/15 wieder den Anschluss an die Spitze. Am 16. Januar gewinnt er in Wengen die alpine Kombination. Es ist der erste Sieg nach fast vier Jahren, und nur drei Tage später wird er in der Lauberhorn Abfahrt Dritter.

Ein letztes Mal in den Top 3

Ein letztes Mal auf dem Podest platziert sich Janka am 7. März 2020. Er fährt in der Abfahrt in Kvitfjell auf den dritten Platz. Janka beendet damit die Saison, wie er sie begonnen hatte, denn schon beim Auftakt im November 2019 in Lake Louise war er in der Abfahrt Dritter geworden.

Mehr Zeit für die Familie

Nun beendet Janka seine Zeit als Skirennfahrer nach 17 Jahren. Dies, nachdem er sich immer wieder – trotz Schmerzen im Rücken – zurück an den Start gekämpft hatte. Seinen Abschied gab er am Donnerstag in Wengen bekannt. Am Freitag und Samstag wird er mit den beiden Lauerhorn-Abfahrten also seine letzten Rennen bestreiten. Danach dürfte ihm mehr Zeit für seine Familie bleiben.

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