Dario Cologna will norwegische Festspiele beenden
Mit der Tour de Ski beginnt für die Langläufer am Samstag in Oberstdorf (Deutschland) das erste Highlight der Saison. Der Bündner Dario Cologna gehört zu den stärksten Herausforderern von Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen.
Mit der Tour de Ski beginnt für die Langläufer am Samstag in Oberstdorf (Deutschland) das erste Highlight der Saison. Der Bündner Dario Cologna gehört zu den stärksten Herausforderern von Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen.
Langlauf. – Vor einem Jahr hatte Martin Johnsrud Sundby auf der Alpe Cermis triumphiert und den Norwegern nach sieben vergeblichen Anläufen erstmals den Sieg im härtesten und deshalb prestigeträchtigsten Etappenrennen beschert. In dieser Saison vermochte Sundby nahtlos an seine im vergangenen Winter im Weltcup gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Der 30-Jährige liegt in der Gesamtwertung bereits wieder an der Spitze und gewann Anfang Dezember mit der Mini-Tour in Lillehammer den vierten mehrtägigen Wettkampf de suite.
Zum Aufgebot Norwegens gehören unter anderen auch der letztjährige Zweite Chris André Jespersen sowie Petter Northug. Letzterer startete zwar wesentlich stärker in die Saison als vor Jahresfrist, zu den absoluten Top-Favoriten auf den Gesamtsieg zählt der neunfache Weltmeister aufgrund seiner Defizite als Kletterer, die am 11. Januar beim traditionellen Finale im Val di Fiemme besonders schwer wiegen werden, jedoch nicht.
Optimismus bei Dario Cologna
Einiges zuzutrauen ist an der 9. Tour de Ski dagegen einmal mehr Dario Cologna. Der dreifache Olympiasieger beendete sein Lieblingsrennen seit 2009 nie schlechter als im dritten Rang. Nach einem harzigen Saisonstart zeigte der 28-Jährige vor Weihnachten in den Distanzrennen klar aufsteigende Tendenz. «Ich befinde mich im Fahrplan», ist Cologna überzeugt. Dass er sich heuer im Sprint noch nie in den Punkterängen hat klassieren können, beunruhigt den mit drei Gesamtsiegen erfolgreichsten Athleten der noch jungen Tour-de-Ski-Geschichte nicht.
In seiner derzeitigen Sorgendisziplin wird lediglich eine von sieben Etappen ausgetragen – jene dritte am 6. Januar in seiner Heimat im Münstertal. Zupass kommt Cologna, dass im Sprint nur noch halb so viele Bonussekunden – maximal 30 – vergeben werden. Zudem gilt der K.o.-Wettbewerb auch nicht als Paradedisziplin Sundbys. «Ich bin optimistisch, dass ich mich für die entscheidenden Etappen in eine gute Ausgangslage bringen kann», so Cologna. Wie stets seit ihrer Erstaustragung 2006/07 endet die Tour de Ski mit zwei Etappen im Val di Fiemme; zuvor werden in Toblach im Südtirol am 7. und 8. Januar Rennen über 10 respektive 35 km ausgetragen.
Neben Cologna hat Swiss-Ski für die Tour de Ski acht weitere Männer selektioniert, unter ihnen auch Toni Livers und Jonas Baumann, welche die Tour vor Jahresfrist als einzige Schweizer beendeten. Freilich sind diesmal von beiden Distanzläufern deutlich bessere Schlussklassierungen als die Ränge 32 und 41 zu erwarten. Livers lief in dieser Saison im Weltcup schon dreimal unter die ersten 25, Baumann überzeugte zuletzt in Davos als 17. über 15 km. Curdin Perl, 2011 Gesamtvierter der Tour de Ski, hofft, nach einigen mittelmässigen Resultaten im ersten Saisondrittel ein Ausrufezeichen setzen zu können.
Drei Schweizerinnen gemeldet
Für das Startwochenende im Allgäu sind bei den Frauen mit Seraina Boner, Laurien van der Graaff und Nathalie von Siebenthal drei Schweizerinnen gemeldet. Der Sprintspezialistin Van der Graaff ist am Dreikönigstag beim Skating-Sprint in Tschierv vor Heimpublikum ein Top-Ergebnis zuzutrauen. An Selbstvertrauen mangelt es der 27-Jährigen nach ihrem Befreiungsschlag mit dem Finalvorstoss im Sprint in Davos jedenfalls nicht. (ebe)
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