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«Es waren harte Wochen für alle und wir sind dankbar»

«Es waren harte Wochen für alle und wir sind dankbar»

Grosse Freude bei den Organisatoren des Radklassikers «Alpen Challenge Lenzerheide». Das Rennen kann mit bis zu 1000 Personen stattfinden.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Sport
Die Alpen Challenge Lenzerheide im Juni vor zwei Jahren.
ALPEN CHALLENGE LENZERHEIDE/HENNING ANGERER

Der Radmarathon Alpen Challenge Lenzerheide findet am 13. Juni wie geplant statt. Das hat der Kanton Graubünden am Freitag bestätigt. Der Radklassiker mit Start und Ziel in der «Roland Arena» (Biathlon Arena Lenzerheide) in Lantsch gehört zu den ausgewählten Pilotveranstaltungen des Kantons Graubünden, bei denen Erfahrungen im Umgang mit Grossveranstaltungen gesammelt werden sollen. «Wir können gar nicht sagen, wie glücklich und erleichtert wir sind. Damit zahlen sich Geduld und Ausdauer jetzt aus», so Stefan Schwenke, Organisationsleiter des Rennens in einer Mitteilung. Es seien harte Wochen für alle gewesen.

Die Entscheidung und Gewissheit gebe Rückenwind und Motivation auf für die Planung von kommenden Events im Sommer und Herbst, ergänzt Marc Schlüssen von der Lenzerheide Marketing und Support AG.

Ursprünglich ist vom Bund die Obergrenze von 600 Personen an Veranstaltungen im Freien in Aussicht gestellt worden. Dass es nun bis zu 1000 seien, ermögliche auch ein grösseres Teilnehmerfeld am Radrennen Alpen Challenge Lenzerheide. Dies zur grossen Freude der Organisatoren. «Damit können wir nun sogar Startplätze für die lange Warteliste freigeben, die wir inzwischen haben», so Schwenke.

Die Alpen Challenge Lenzerheide dient dem Kanton als Pilot für weitere Veranstaltungen. So müssen die Organisatoren als zentralen Teil ihres Schutzkonzeptes auch das neue Testsystem Covent anwenden. Dieses Testsystem dient einer eindeutigen, fälschungssicheren Personenidentifizierung, wie der Kanton schreibt. Das System, das die Bündner Firma Skipp in Zusammenarbeit mit Dräger Schweiz entwickelt hat, wurde bereits an zwei Gemeindeversammlungen eingesetzt. Getestet würden bei der Alpen Challenge alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Organisatoren und die Voluntaris.

Der Vorteil von Covent liege in der eindeutigen und fälschungssicheren Personenidentifizierung, heisst es von den Anbietern des Testsystems. Folgendermassen funktioniert das System: Wer sich beim Testsystem registriert (per ID, Pass oder Krankenkassenausweis), wird zum Antigen-Schnelltest von Dräger zugelassen. Fällt der Test negativ aus, wird der Teilnehmer zugelassen zum jeweiligen Anlass. Dieses Vorgehen schliesse einen umfassenden Identifikationsprozess ein, heisst es weiter. Ein gültiges Resultat erstellen dabei zertifizierte «Covent-Stations» (Apotheken oder Vor-Ort-Stationen in der Umgebung des Eingangsbereichs der jeweiligen Veranstaltung), wie es weiter heisst.

Die Alpen Challenge Lenzerheide ist ein Radmarathon und wird seit 2015 mit neuer Organisation und neuer Strecke (über Albula, Julier, Maloja und Splügen) durchgeführt. Die Kurzstrecke geht über die Distanz von 117 Kilometer, die lange Strecke über stolze 173 Kilometer. Normalerweise würden über die zwei Renndistanzen rund 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa teilnehmen, so der Veranstalter. Zuletzt hatten bereits Steinschlag und Unwetter der Alpen Challenge Lenzerheide zugesetzt, als 2018 und 2019 die Strecke über den Splügenpass unpassierbar war. «Umso mehr freuen wir uns jetzt natürlich auf eine ‹richtige› Alpen Challenge, auch wenn in diesem Jahr sicher noch einiges anders sein wird», sagt Schwenke.

Das Profil des Langdistanzrennens hat es in sich: Albula- Malojen- und Splügenpass gilt es zu bezwingen.
INTERNETSEITE ALPEN CHALLENGE LENZERHEIDE

Für die neu verfügbaren Startplätze wird die Online-Anmeldung der Alpen Challenge Lenzerheide jetzt kurzfristig geöffnet. «Im ersten Schritt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Warteliste die Chance, sich noch anzumelden. Wenn es dann noch Startplätze gibt, öffnen wir die Online-Anmeldung auch nochmals regulär», erklärt Schwenke. (krr)

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