Das Drama von Davos: Gottéron schiesst den HCD in der Verlängerung ins Tal der Tränen
Verrückt, verrückter, Final 2026! Zum dritten Mal in Folge gehts in die Verlängerung – mit besserem Ende für Gottéron. Wallmark schickt den HCD mit dem 3:2 ins Tal der Tränen.
Verrückt, verrückter, Final 2026! Zum dritten Mal in Folge gehts in die Verlängerung – mit besserem Ende für Gottéron. Wallmark schickt den HCD mit dem 3:2 ins Tal der Tränen.
Auswärtssiege. Verlängerungen. Das Momentum, das hin und her pendelt. Mehr Drama geht kaum. Denkste! Diese Finalserie zwischen dem HCD und Gottéron erlebt in der Finalissima ihren Höhepunkt. Verlängerung. Wieder. Zum dritten Mal in Folge in dieser Finalserie. Ein Tor. Sieg oder Niederlage. Meister oder Vizemeister. Es läuft die 66. Minute. Powerplay Fribourg, nachdem Andersson die Scheibe übers Plexi gespielt hat. Wallmark kommt auf der rechten Seite zum Abschluss. Und trifft zum 3:2 für Gottéron. Mitten ins Davoser Herz.
Wieder ein Davoser Horrorstart
Der HCD, der ohne Tambellini dafür mit Lemieux antritt, erwischt wie schon vor vier Tagen beim letzten Heimspiel den klassischen Fehlstart: Nicht einmal drei Minuten dauerts, da bringt Borgström die Gäste im Powerplay in Führung. Zehn Minuten doppelt Gottéron nach – Reber verwertet das herrliche Zuspiel von Nemeth. Bitter: Das 0:2 fällt in einer Davoser Druckphase, Fribourg-Goalie Berra hat alle Hände voll zu tun. Aber: Gottéron ist von Sekunde 1 bereit – anders als seine Fans: Wegen Staus treffen die Fribourg-Anhänger erst in der ersten Pause ein. Da stehts schon 1:2. Kurz vor der Sirene trifft Dahlbeck von der blauen Linie aus herrlich unter die Latte.
Bahnt sich da das nächste Davoser Comeback an? Möglich. Bloss wird dieses im Mittelabschnitt prompt gebremst. Weil Frick und Zadina hintereinander auf die Strafbank müssen, spielt der HCD vier Minuten am Stück in Unterzahl, übersteht diese aber ohne grosse Probleme. Im Gegenteil: Es sind die Bündner, die im Mittelabschnitt am Ausgleich schnuppern. Die Freiburger agieren permanent in der Defensive. Die beste Möglichkeit hat Egli, der frei vor dem Tor angespielt wird. Der HCD-Stürmer trifft die Scheibe aber nicht. Beim Abschluss von Dahlbeck ist Berra zur Stelle. Der Meister von 2009 (mit dem HCD) macht sein letztes Spiel für Gottéron, wechselt im Sommer zu Kloten.
Zadina trifft im Powerplay
Für Sentimentalitäten ist im dritten Drittel aber kein Platz. Sprunger vergibt kurz nach der Pause das 1:3 – das täuscht aber darüber hinweg, dass der HCD auch im dritten Abschnitt das bessere Team ist. Der Schuss von Dahlbeck wird von Berra entschärft, genauso der Versuch von Stransky. Der HCD rackert, der HCD acker, der HCD kommt zu Chancen. Und als er im Powerplay spielt zum Ausgleich! Die Strafe gegen Nemeth ist beinahe vorüber, als Andersson die Scheibe einmal quer durch die Zone von Gottéron spielt. Der Abschluss von Zadina ist zwar nicht besonders präzise. Aber die Scheibe findet flach den Weg an Berra vorbei.
Ausgleich. Das nächste HCD-Comeback ist Tatsache. Und damit auch die Euphorie zurück im Stadion. In der Schlussphase hälts keinen mehr auf den Sitzen. Erst recht nicht, als der HCD fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erneut in Überzahl randarf. Die grosse Möglichkeit zum Siegtreffer hat Kessler allerdings kurz nach dem Powerplay – die Latte rettet Berra. Auf der anderen Seite ist Aeschlimann bei einem Buebetrickli-Versuch hellwach. Vogelwild!
Zum dritten Mal in Folge geht der Final in die Verlängerung. Wahnsinn! Dazu kommt: Sechs von sieben Spielen enden mit bloss einem Tor Unterschied. An diesem Donnerstagabend kippts auf die Seite von Gottéron. Die Freiburger sind zum ersten Mal in der Klubgeschichte Meister.
Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos
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