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Zwei Doppelsieger am Engadin Radmarathon: Züger und Meyer triumphieren

Rund 1400 Teilnehmende waren am 18. Engadin Radmarathon dabei. Während das Zeitfahren am Freitag und das Rennen am Samstag wie gewünscht verliefen, fiel der Abschluss am Sonntag ins Wasser.

Südostschweiz
08.07.24 - 08:19 Uhr
Regionalsport

Der 18. Engadiner Radmarathon weist eine gemischte, insgesamt aber positive Bilanz nach dem Rennwochenede auf: Während der Prolog am Freitag und das Rennen «La Cuorta» vom Samstag erfolgreich und ohne grosse Zwischenfälle durchgeführt werden konnte, wurde der Wettkampf «La Svizra» am Sonntag wetterbedingt abgesagt, wie es in einer Medienmitteilung des Veranstalters heisst.

«Das Konzept über drei Tage hat sich in diesem Jahr bewährt», so OK-Präsident Flurin Bezzola. «An den beiden Renntagen am Freitag und Samstag konnten über 800 Radsportbegeisterte Rennen fahren. Die meisten Teilnehmenden waren für mehrere Rennen angemeldet und konnten so trotz der Absage am Sonntag ein bis zwei Rennen am Engadin Radmarathon absolvieren. Rund 200 Teilnehmende waren jedoch nur für Sonntag angemeldet, sie konnten in diesem Jahr kein Rennen fahren. Die Absage stiess aber auf Verständnis.» Deshalb zieht das OK trotz der Absage am Sonntag eine positive Bilanz über das gesamte Rennwochenende.

Zweikampf bei den Männern, klare Angelegenheit bei den Frauen

Wie bereits im Vorjahr entschied der Bündner Andrin Züger aus Felsberg die 97 Kilometer lange «la Cuorta» am Samstag über Livigno (IT) nach genau 2 Stunden 23 Minuten und 43 Sekunden für sich. Die Siegerzeit ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 Kilometer pro Stunde. Er lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Rico Bogen aus Deutschland; am Schluss trennten die beiden nur sieben Sekunden. Bei den Frauen siegte Janine Meyer aus Deutschland in 2 Stunden 29 Minuten und 37 Sekunden deutlich vor ihrer Konkurrenz.

Der schnellste Engadiner war Claudio Tschenett aus Sils. Mit seiner Zeit von 2 Stunden und 36 Minuten gewann er seine Altersklasse der über 50-Jährigen. Die schnellste Engadinerin war Tanja Arquint aus Scuol, sie erreichte Rang 9 in der Gesamtwertung der Frauen.

Teilnehmende aus 30 Nationen

Die 7 Kilometer und 400 Höhenmeter auf dem Prolog am Freitag von Zernez nach Ova Spin bewältigte bei den Männern ebenfalls Züger am schnellsten. Er benötigte dafür 16 Minuten und 54 Sekunden. Als Zweiter folgte mit 57 Sekunden Rückstand Pascal Schmid aus Amden. Bei den Frauen gewann wiederum Meyer aus Deutschland mit einer Siegerzeit von 19 Minuten und 1 Sekunde. Die beiden gewannen ebenfalls die Wertung des Bergkönigs und der Bergkönigin. In diese Wertung kam der Prolog sowie die beiden Pässe Forcola di Livigno und Berninapass.

Die 1400 Anmeldungen – rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr – stammten aus insgesamt 30 Nationen, gut die Hälfte aus der Schweiz. Einige Athletinnen und Athleten reisten von weit her an, beispielsweise Neuseeland, Kolumbien oder Kanada. Rund 30 Anmeldungen stammten von einheimischen Engadinerinnen und Engadinern. Der Frauenanteil ist im Vergleich zu anderen Radrennen mit 20 Prozent vergleichsweise hoch.

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