Sieg mit Beigeschmack: Der HCD gewinnt gegen Langnau – und erlebt einen Schockmoment
So lief das Spiel
Davos gegen Langnau? Das war doch was. Genau! Ziemlich genau ein Monat ist es her, als der HCD im Emmental gleich mit 0:7 unterging. Der HCD von damals ist nicht der HCD von heute. Die Bündner gewannen fünf ihrer letzten sechs Partien. Früh in der Partie muss der HCD auch beim zweiten Direktduell zwei Schocker hinnehmen: Nico Gross knallt in der Startphase einmal rückwärts in die Bande. Kurz darauf rammt Salzgeber Nussbaumer weg. Letzterer verschwindet kurzzeitig in der Garderobe. Langnau kanns aber auch spielerisch – die beste Gästechance macht Aeschlimann im Davoser Boxplay zunichte. Auf der anderen Seite vergibt Ryfors die beste Davoser Möglichkeit, als er nach etwas mehr als einer Viertelstunde mit viel Tempo loszieht, den Moment des Abspiels aber verpasst.
Nach der Pause steht der Sport leider wieder an zweiter Stelle. Gredig wird bei einem Abschluss voll im Gesicht getroffen. Stille im Davoser Eisstadion. Und verhaltener Applaus, als der Stürmer das Eis ohne Hilfe verlassen kann. Die Partie aber ist zu Ende für Gredig. Der HCD hingegen findet je länger desto besser ins Spiel. Und macht kurz vor Spielmitte das 1:0. Ein 1:0, das sich die Schiedsrichter genau anschauen. Und schliesslich zurücknehmen. Der Grund: Stransky stösst seinen Gegenspieler beim Abschluss von Egli in Goalie Charlin. Die Davoser dürfen kurz darauf erstmals im Powerplay spielen. Und kurz nach dem zweiten Powerplay fällt das 1:0 doch noch. Torschütze? Nussbaumer. Der Stürmer hatte gegen Servette zuletzt endlich seinen ersten Treffer der Saison erzielt.
Parrée scheitert zum Start ins dritte Drittel an Charlin. Ins Zittern kommt der HCD aber nicht. Das 2:0 durch Kessler acht Minuten vor der Sirene ist kurios. Von Kessler spickt die Scheibe an den Schlittschuh Charlins und von dort über die Linie. Oder war Langnau-Stürmer Felcman zuletzt dran und gar nicht Kessler? Die Bilder liefern keine eindeutige Antwort. Spielt am Schluss aber auch keine Rolle. Kurios ist die Schlussphase: Als Charlin Platz macht für einen sechsten Feldspieler trifft Stransky erste den Pfosten. Und später doch noch ins Netz. 3:0 Der HCD fliegt weiter. Und so nebenbei ist auch die Revanche für das 0:7 geglückt.