Im Goms an der Form geschraubt
Die Langläufer bereiten sich auf den Winter vor
Die Langläufer bereiten sich auf den Winter vor
«Food Waste» als grosses Thema
Nach dem gemeinsamen Picknick ging es dann weiter zur Unterkunft. Der Zimmerplan war schon vorab gemacht worden, weshalb es da zu keiner Diskussion kam. Beim Training am Nachmittag konnten wir ein wenig die Umgebung erkunden und bei einigen Lauf-ABC Übungen unsere Koordination verbessern. Für das leibliche Wohl sorgte an diesem Abend sowie auch die restlichen Tage Biathlontrainer und Koch Sepp. Jeweils unterstützt von kleinen Athletengruppen, wurden in den folgenden Tagen viele leckere Mahlzeiten eingenommen. Das Menü, äusserst abwechslungsreich, machte es uns einfach, unseren Speicher für die harten Trainings wieder aufzufüllen. Ein wichtiges Anliegen war neben dem guten Geschmack vor allem das Thema «Food Waste». Da wir als Bevölkerung im Alltag leider viel zu viel noch gutes Essen wegschmeissen, stand dieses Trainingslager auch im Zeichen der Aufmerksamkeit für dieses Thema. So konnten wir einen unglaublichen Erfolg erzielen: 7.5 Gramm pro Person und Mahlzeit. Etwa das Gewicht eines Stückchens Schokolade. In der Gastronomie sei es rund das Zehnfache, klärte uns Sepp auf.
Kaltes Wetter: Was anziehen?
Nach einigen Informationen von den Trainern zum kommenden Tag, teilte sich die Gruppe auf. Während einige ihre restliche Energie noch beim Tischtennis-Rundlauf rausliessen, beteiligten sich andere bei Gesellschaftsspielen oder zogen sich bereits auf ihre Zimmer zurück. Um 22 Uhr war dann Nachtruhe angesagt, welche das gesamte Trainingslager über erstaunlich gut funktionierte. Sonntag frühmorgens hiess es dann Raus aus den Federn. Das Frühstück war von den Trainern jeweils sehr reichhaltig und lecker zubereitet worden. Perfekt für einen guten Start in den Tag.
Das unglaublich kalte Wetter machte es zwar ein bisschen schwierig, das perfekte Trainingsoutfit zu finden, um nicht zu frieren, aber auch nicht zu viel zu schwitzen, doch die Vorfreude auf den Tag war riesig. Wir durften zum ersten Mal auf die für uns neue Rollskibahn von Ulrichen. Während die U18/U20- Junioren mit einem schnellen Skating-Ausdauertraining starteten, absolvierten die U16-Athleten gleich ein knackiges Skating-Intervall. Die Biathleten ihrerseits machten sich zunächst mit der Anlage bekannt und teilten sich danach in eigene Gruppen auf. Auch hier wurde ein etwas schnelleres Training absolviert. Nach dem Mittagessen und einer Mittagspause ging es für alle zurück auf die Rollskibahn, um an den verschiedensten Techniken für den Winter zu feilen.
Schnee auf dem Grimselpass
Während die Biathleten am Montagmorgen wieder am Schiessstand waren, stand bei den Langläufern die obligate «Longtour» an. Der Schneefall in der Höhe machte es uns unmöglich, wie geplant den Nufenenpass zu erklimmen. Der Schnee war für uns einmal zu früh gekommen, was als Langläufer doch eine eher kuriose Aussage ist. Die Sperrung der Passstrasse machte uns jedenfalls nichts aus, denn wir wichen kurzerhand auf den just in diesem Moment geöffneten Grimselpass aus. Schon von unten sah man die in dichte Wolken gehüllte Passhöhe. Der Rest jedoch war schönstes Sommerwetter. Durch starke Sturmböen kämpften wir uns die Serpentinen hoch, direkt ins Schneegestöber des Grimsels. Ein tolles Erlebnis. Der Nachmittag stand dann wieder im Zeichen des gemeinsamen Trainings. Nach dem Einlaufen war ein Rumpf- und Krafttraining angesagt. Während das Rumpftraining in der grossen Gruppe absolviert wurde, war das Krafttraining in Zweierteams gemischten Alters zu bestreiten. Ein Circuit mit 15 Übungen wurde dafür aufgestellt. Ein gemeinsames Fussballspiel finalisierte den Trainingstag.
Der Dienstag, mit milden 17 Grad Höchsttemperatur startete für alle mit einer Stocklauftour mit angepassten Distanzen. Mit einer wunderbaren Aussicht auf die Walliser Bergwelt und dem Blick auf das Matterhorn war diese Temperatur sicherlich auch ein Highlight. Der Nachmittag wurde dann wieder auf der Rollskibahn verbracht, mit Technik und Geschicklichkeitstraining in der Disziplin Skating. Ausserdem durften die Langläufer die Sportart Biathlon ausprobieren, wobei die Biathleten mit ihrem Know-how den Langläufern tatkräftig und geduldig zur Seite standen. Der letzte Abend war wie gewohnt noch einmal ein wenig chaotisch. Während bei einigen die Erschöpfung, welche sich über das gesamte Lager angestaut hatte, letztlich doch noch zeigte, wurden bei anderen noch einmal die letzten Reserven angezapft. Bei lebhaften Gesprächen oder Spielen ging so das uns ans Herzen gelegte Packen bei vielen komplett unter.
Nach dem obligatorischen Putzen der Unterkunft ging es mit Sack und Pack ein letztes Mal auf die Rollskibahn. Bei den klassischen Sprints der Langläufer wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert und ein sehr schnelles Training abgelegt. Auch bei den Biathleten ging es nochmals um die Schnelligkeit und die Zielsicherheit. Nach dem einfachen, aber leckeren Mittagessen an der Rollskibahn hiess es, zusammenpacken und uns auf den Rückweg zu begeben. Glücklich, müde und frei von grossen Verletzungen sind wir abends wieder in Davos angekommen. Die hervorragende Stimmung, welche während des gesamten Trainingslagers herrschte, macht definitiv Lust auf mehr. Mit der Konstellation der verschiedenen Altersgruppen konnten vor allem die Jüngeren von den Älteren profitieren, wobei auch diese nicht zu kurz kamen. Ein grosses Dankeschön geht an Küchenchef Sepp, welcher uns mit seiner Kochkunst zu überzeugen wusste und aus der oft speziellen Lagerküche einen echten Gaumenschmaus machte. Ausserdem ein Dank an die Betreuer Ines und Antonio sowie die Coaches Guy, Flavia, Grit und Johannes.»
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