Nächster Podestplatz in Davos: Nach dem Frauenduo laufen auch die Männer mit Valerio Grond aufs Podest
Paukenschlag zum Auftakt des Langlauf-Wochenendes in Davos: Im Teamsprint holen Valerio Grond/Janik Riebli den zweiten und Nadine Fähndrich/Anja Weber den dritten Platz.
Paukenschlag zum Auftakt des Langlauf-Wochenendes in Davos: Im Teamsprint holen Valerio Grond/Janik Riebli den zweiten und Nadine Fähndrich/Anja Weber den dritten Platz.
Gleich viermal fällt im Dunkel des Abends in Davos praktisch der gleiche Satz. «Besser geht es nicht!» Tatsächlich erfüllten die beiden Schweizer Spitzen-Langlaufduos im erstmals im Rahmen des Weltcups in Davos ausgetragenen Teamsprint in der Skating-Technik die hohen Erwartungen und holen vor Heimpublikum praktisch das Maximum heraus.
Symbol der frechen und inspirierten Schweizer ist der Finish von Valerio Grond. Der 24-Jährige aus Davos Monstein stach in der Zielkurve innen am Schweden Edvin Anger und dem Italiener Federico Pellegrino vorbei und verteidigte seinen Platz auf der Zielgeraden. Nur der Norweger Johannes Klaebo war da – wie erwartet – schon längst entflogen.
Kurve im Training ausprobiert
«Ich habe diese Kurve gestern (Donnerstag) im Training so versucht, und es hat funktioniert», verrät Grond nach dem Rennen. «Ich wollte unbedingt so weit vorne wie möglich auf die Zielgerade kommen, denn diese ist kurz, und meist ist da nicht mehr viel möglich.» Für den Bündner Grond und seinen Obwaldner Teamkollegen Riebli war es der zweite gemeinsame Podestplatz nach einem dritten Platz im Januar 2023 in Livigno.
Fast das Optimum holten die Schweizer Frauen heraus. Auch bei ihnen triumphierten die favorisierten Schwedinnen mit Emma Ribom und der Sprint-Olympiasiegerin Jonna Sundling überlegen. Der dritte Platz ist vor allem für Nadine Fähndrich eine Bestätigung ihrer Form, nachdem sie letzte Woche mit einer Erkältung frühzeitig aus Norwegen nach Hause gereist war.
Die 29-jährige Luzernerin stand zum fünften Mal auf dem Podest eines Teamsprints, die bisherigen holte sie alle an der Seite der inzwischen zurückgetretenen Bündnerin Laurien van der Graaff, so auch die WM-Silbermedaille von 2021. Nun leistete Anja Weber die gute Vorarbeit.
Webers erstes Weltcuppodest
Die 23-jährige Zürcher Oberländerin übergab für die letzte Ablösung zwar nur als Achte an Fähndrich, der Rückstand hielt sich mit 5,4 Sekunden aber in Grenzen. «Ich habe ihr gesagt, bis sechs Sekunden kann ich zulaufen», meinte Fähndrich lachend. Das gelang ihr zumindest auf das Podest. «Ich dachte, die Norwegerin könnte ich vielleicht auch noch holen.» Dafür reichte es zwar nicht, dennoch konnten am Ende beide strahlen.
Die zweiten Schweizer Teams mit der Bündnerin Marina Kälin und Lea Fischer wurden bei 15 Teams 13. Bei den Männern klassierten sich der Bündner Noe Näff und Antonin Savyary auf Rang 9.
Damit ist die Grundlage für weitere Spitzenplätze gelegt, vor allem am Samstag in den Einzelsprints. Am Sonntag stehen dann noch Klassisch-Rennen über 20 Kilometer an. (sda/red)
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.