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Pandemie stoppte Bündner Einbrecher nur vorübergehend

Pandemie stoppte Bündner Einbrecher nur vorübergehend

Seit dem Ende des Lockdowns im Frühling ist die Zahl der Einbrüche in Graubünden wieder gestiegen. Teilweise sogar stark. Damit liegt Graubünden entgegen dem Schweizer Trend.

Tobias
Soraperra
vor 1 Monat in
Polizeimeldungen
Vorsicht: Nachdem im Frühling der Lockdown zunächst auch die Einbrecher gebremst hatte, steigt die Zahl der Einbruchsdiebstähle seit Juni wieder kontinuierlich.
ARCHIV/SYMBOLBILD

Der Lockdown im Frühling hat die Wirtschaft, den Tourismus und die Bevölkerung stark eingeschränkt. Auch Einbrecher waren während des Lockdowns weniger aktiv. Die Zahl der Einbruchsdelikte in Graubünden war rückläufig. Ein Trend, der sich allerdings nicht als nachhaltig erwies, wie der stellvertretende Chef Prävention der Kantonspolizei, René Schumacher, auf Anfrage von Radio Südostschweiz erklärte. Im Frühling sei ein deutlicher Rückgang der Einbrüche im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019 feststellbar gewesen. Seit der Lockdown aufgehoben wurde, gibt es stetig mehr, teilweise sogar mehr als im Vorjahr. «Im September hatten wir viel mehr Einbrüche als im letzten Jahr», führte Schumacher aus. Woran das liegt, ist gemäss Schumacher schwierig zu erklären.

Eingebrochen wird nicht nur in Wohnungen

Zu beachten sei aber, dass in dieser Statistik nicht nur Wohnungseinbrüche berücksichtigt werden, so Schumacher: «Wir haben auch Einbrüche in Restaurationsbetriebe, Büros, Verwaltungen und im Baugewerbe.» Dies sei eine mögliche Erklärung für den Anstieg der Zahlen, so Schumacher. Ebenfalls häufig eingebrochen werde zurzeit in Fahrzeuge, wenngleich der Trend dort unter dem Vorjahresniveau liege.

Schaue man sich die Statistik der vergangenen zehn Jahre an, so sei die Gesamtzahl der Einbruchdiebstähle rückläufig. Allerdings komme es immer wieder vor, dass es in einzelnen Jahren gewisse Schwankungen in die ein oder andere Richtung gebe. «In der Gesamtzahl sind die Zahlen jedoch relativ konstant», so Schumacher.

Tipps zur Prävention

Das Risiko, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden, kann man gemäss Schumacher mit einfachen Massnahmen reduzieren: «Sowohl im privaten wie auch im geschäftlichen Bereich beim Verlassen des Hauses Türen und Fenster schliessen.» Ausserdem sollten wertvolle Gegenstände sicher verstaut werden. Entweder im Tresor oder ansonsten auf der Bank, so Schumacher. Auch soll man stets ein wachsames Auge auf die Umgebung haben. Licht und eine installierte Alarmanlage seien weitere nützliche Instrumente.

Wer noch sein Zuhause oder Büro so gut es geht vor Einbrechern schützen will, kann auch auf ein Angebot der Kantonspolizei Graubünden zurückgreifen: Sie bietet laut Schuhmacher kostenlose Beratungen an, die bei den Interessenten zu Hause durchgeführt werden.

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