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Gleitschirmpiloten stossen zusammen

Die Kollision von zwei Gleitschirmpiloten in Rufi ist glimpflich ausgegangen. Einer landete auf einer Tanne, der andere auf einer Alp.

Linth-Zeitung
Montag, 02. September 2019, 09:05 Uhr Glück gehabt
Langwierige Suche in Rufi: Die Rettungskräfte tappen längere Zeit über das Schicksal der beiden Gleitschirmpiloten im Dunkeln.Bild Kapo SG
BILD KAPO SG

Ein Bürger hatte am Freitagabend kurz vor 19 Uhr der Notrufzentrale der Kantonspolizei St. Gallen gemeldet, dass er in einem Wald im Bereich der Seilbahn Federiwald einen Gleitschirm an einem Baum hängen sehe. Nebst der Polizei wurde sofort auch die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) alarmiert, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Samstag schreibt. Diese startete einen Suchflug, stellte dabei aber fest, dass lediglich ein Gleitschirm in den Bäumen hing. Menschen waren keine sichtbar.

Akku von Handy leer

Einige Zeit später habe sich ein 24-jähriger Mann bei der Rega gemeldet und angegeben, er sei der abgestürzte Gleitschirmpilot.

Gemäss seinen Aussagen war er mit einem Kollegen vom Federispitz aus in Richtung Schänis geflogen. In der Luft seien die beiden miteinander kollidiert, wobei sein Gleitschirm gerissen sei. Er habe in der Folge den Notschirm betätigt und sei schliesslich auf einer Tanne gelandet. Dort habe er sich aus dem Gurt lösen und auf den Boden klettern können. Weil der Akku seines Handys leer gewesen sei, habe er sich zu Fuss in Richtung Tal aufgemacht und die Rega informiert.

Handy in der Luft verloren

Wo sein 22-jähriger Kollege war und ob dieser allenfalls abgestürzt sein könnte, blieb für ihn wie auch für die Rettungskräfte zunächst offen. Anrufe auf das Handy des Vermissten blieben unbeantwortet. Auch weitere Suchflüge brachten keinen Erfolg.

Schliesslich sei der zweite und ebenfalls unverletzte Gleitschirmpilot durch einen Passanten kurz nach 21 Uhr zu den Einsatzkräften gefahren worden. Er habe angegeben, auf einer Alp gelandet zu sein.

Weil er beim Zusammenstoss in der Luft sein Handy verloren habe, sei er zu Fuss ins Tal abgestiegen, wo ihn der Passant dann zu den Rettungskräften gefahren habe.

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