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Der Tigermann bleibt noch in Haft

Ein Mann, der im Tigerkostüm in Mitlödi ein Auto demoliert, machte letzte Woche in der ganzen Schweiz von sich reden. Er sitzt bis spätestens im März in Untersuchungshaft, teilt die Glarner Staatsanwaltschaft mit.

Sebastian
Dürst
Freitag, 28. Dezember 2018, 04:30 Uhr Racheakt
SCREENSHOT «BLICK»

Vor etwas mehr als einer Woche machte ein Mann in Tigerkostüm Mitlödi unsicher: In aller Seelenruhe verwüstete er das Auto von André Pichon, Gemeindeschreiber von Glarus Süd. Es war eine Racheaktion, weil er sich von den Behörden ungerecht behandelt fühlte. Dass er bei seiner Tat erwischt wird, war zu erwarten: Er liess sich bei seiner Tat filmen und verlas nach seiner Tat auch eine Art von «Bekennerschreiben».

«Der Beschuldigte kann jederzeit ein Haftentlassungsgesuch stellen.»

Ungerecht behandelt fühlte sich der Mann, weil es auf seinem Grundstück im Glarner Hinterland zu einer Zwangsräumung kam. Der Mann hatte auf unbefestigtem Boden rund hundert Autos gelagert.

U-Haft bis längstens Mitte März

Bereits am Freitag habe das Zwangsmassnahmengericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft drei Monate Untersuchungshaft angeordnet, die längstens bis am 18. März dauert. «Der Beschuldigte kann dabei jederzeit ein Haftentlassungsgesuch stellen», schreibt die leitende Staatsanwältin Dorothea Speich der «Südostschweiz». Die Staatsanwaltschaft sei in dieser Zeit dafür besorgt, dass über den Beschuldigten ein forensisch psychiatrisches Gutachten erstellt werde, so Speich weiter.

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