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Polizei klärt 2017 über 90 Prozent der Gewaltstraftaten auf

Die Bündner Kantonspolizei registrierte 2017 weniger Straftaten als im Vorjahr und klärte mehr davon auf. Bei den schweren Gewaltstraftaten ist die Quote der Kapo sogar perfekt.

Südostschweiz
26.03.18 - 11:28 Uhr
Blaulicht
Kantonspolizei Graubuenden
Die Kantonspolizei hat im Jahr 2017 weniger Delikte erfasst als im Vorjahr.
OLIVIA ITEM/ARCHIVBILD

8541 Strafttaten erfasste die Kantonspolizei Graubünden im Jahr 2017. Das sind 379 oder rund 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine Zunahme von 36 auf 42 stellte die Kapo bei den schweren Gewaltstraftaten fest, wie sie in einer Medienmitteilung am Montag schreibt. Diese Fälle betreffen zwei Tötungsdelikte, 27 schwere Körperverletzungen und 13 Vergewaltigungen. Sie wurden zu 100 Prozent aufgeklärt. Von allen Gewaltstraftaten sind 92 Prozent (Vorjahr 91 Prozent geklärt).

Die meisten Gewaltdelikte entfallen auf einfache Körperverletzungen, Tätlichkeiten, Raufhandel, Nötigung, Drohungen und Gewalt/Drohung gegen Beamte. Beim Raufhandel ist eine Zunahme von 27 auf 48 Fälle zu verzeichnen, bei Gewalt/Drohung gegen Beamte eine Zunahme von 24 auf 41 Fälle. Im Rahmen von familienähnlichen Beziehungen sind 238 Gewaltstraftaten begangen worden, wovon 57.5 Prozent (Vorjahr 40.5 Prozent) auf aktuelle Paar- bzw. partnerschaftliche Beziehungen entfallen.

Weniger Diebstähle als im Vorjahr

Für die Polizei gelten Diebstähle als Indikator für Kriminalitätsbelastung geringer Intensität und Einbruchdiebstähle als Indikator für eine erhöhte Belastung. Im Jahr 2017 wurden 1861 Diebstähle, wovon 415 Einbruchdiebstähle, registriert (- 9 Prozent). Die Aufklärungsquote liegt bei hohen 23.8 Prozent (Vorjahr 24.0 Prozent). Von allen Straftaten gegen das Strafgesetzbuch klärte die Kantonspolizei Graubünden 40.7 Prozent (Vorjahr 41.1 Prozent) auf.

Unter den Beschuldigten im Bereiche Strafgesetzbuch fallen die männlichen Personen zwischen 15 und 35 Jahren besonders häufig polizeilich auf. (OFI)

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