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Mann zeigt sich bei der Polizei überraschend selbst an

Ein Mann hat sich in Chur bei der Polizei selbst angezeigt, weil er via Mail mit dem Namen des Aargauer KESB-Kritikers Christian Kast Drohungen gegen Behörden verschickt haben will. Die Kantonspolizei Graubünden und die Staatsanwaltschaft leiteten Ermittlungen ein.

Agentur
sda
15.06.17 - 16:39 Uhr
Blaulicht
Sportwagen aus dem Verkehr genommen
Der Mann zeigte sich bei der Kantonspolizei selbst an.
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Ein Sprecher der Kantonspolizei bestätigte am Donnerstag auf Anfrage der sda einen Meldung von blick.ch. Der Mann habe sich am Mittwoch zur Selbstanzeige gemeldet. Weitere Angaben machte der Sprecher nicht.

Auch auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» wollte die Kantonspolizei keine weiteren Details zum Mann bekannt geben. Somit ist nicht klar, ob es sich auch wirklich um einen Bündner handelt.

Ist er der Täter?

Im gleichen Fall läuft im Kanton Aargau bereits ein Verfahren gegen Unbekannt wegen Gewalt und Drohungen gegen Behörden sowie falscher Anschuldigung.

Bei der Gemeindekanzlei in Sisseln AG waren gemäss der Aargauer Staatsanwaltschaft am Sonntag Mails mit expliziten Drohungen gegen Behörden und Beamte eingegangen. Sie richteten sich unter anderem gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB). Unterzeichnet waren die Mails mit dem Namen «Christian Kast».

Kast hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil er seine Kinder aus einer betreuten Wohngruppe entführt hatte, um sie gemäss eigenen Angaben vor der KESB «in Sicherheit» zu bringen. Die Kinder leben mit der Mutter jetzt auf den Philippinen.

Nach den Drohmails war Kast am Sonntag vor der Kantonspolizei in seiner Wohngemeinde im Aargau als Tatverdächtiger vorübergehend festgenommen worden.

Die Ermittlungen ergaben, dass nicht Kast, sondern eine unbekannte Täterschaft die Drohmails verschickt hatte. Ebenso hatte eine Drittperson die Drohungen auf dem Facebook-Account von Nationalrat Andreas Glarner (SVP/AG) gepostet.

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