Kanton Glarus beteiligt sich an Aktionstagen für Behindertenrechte
Die nationalen Aktionstage Behindertenrechte 2024 stehen unter dem Motto «Zukunft Inklusion». Erstmals nimmt der Kanton Glarus an der Aktion teil, die vom 15. Mai bis zum 15. Juni 2024 stattfindet. Lukas Beerli leitet seit Anfang Juni die kantonale Fachstelle Behindertenfragen und Soziale Einrichtungen. Er erhofft sich, dass durch die Teilnahme ein Prozess gestartet wird: «Mit den Aktionstagen möchten wir das Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken, Vorurteile abbauen und die Vielfalt der Menschen sichtbar machen», so Beerli. Die schweizweiten Aktionstage seien ein Türöffner, um Glarnerinnen und Glarner für das Thema zu gewinnen.
Die Kampagne liegt zwar noch in weiter Ferne, der Kanton Glarus sucht aber schon jetzt Ideen aus der Bevölkerung sowie von Organisationen, Institutionen oder Unternehmungen. Auch Menschen mit Behinderung können sich melden, um bei den Aktionen mitzumachen. Lukas Beerli hat schon einige Ideen: Zum Beispiel könnte man in Restaurants Mitarbeitende mit einer Beeinträchtigung beschäftigen, inklusive Sportanlässe durchführen, Discos planen oder Kurse für Gebärdensprache anbieten.
Der Kanton Zürich hat im Jahr 2022 erstmals Aktionstage durchgeführt. Das Sportamt Winterthur hat zum Beispiel inklusive Schnuppertrainings organisiert. In Horgen hielt der Rollstuhlsportler Heinz Frei einen Vortrag über seine Geschichten und Erfahrungen.
«Wir möchten Begegnungen schaffen»
Die Aktionstage zielen laut einer Mitteilung des Kantons darauf ab, dass Menschen mit Behinderung vermehrt gleichberechtigt und selbstverständlich in der Gesellschaft teilhaben können. «Mit den Aktionen möchten wir Begegnungen schaffen, die zum Nachdenken anregen und eine Veränderung bewirken», führt Beerli aus. «Gleichzeitig soll praktisches Wissen vermittelt werden, um neue Wege für die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu fördern.»