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Bruder von Epstein-Opfer Giuffre fordert Treffen mit König Charles

Der Bruder des Epstein-Opfers Virginia Giuffre hat König Charles III. (77) erneut zu einem Treffen bei dessen Staatsbesuch in den USA aufgerufen. «Wir brauchen, dass der König seine Einigkeit mit Missbrauchsüberlebenden demonstriert», sagte Sky Roberts der BBC. Er fügte hinzu: «Alles, worum wir bitten, ist ein zehnminütiges Treffen, damit wir ihm zeigen können, dass wir echte Menschen mit echten Gefühlen sind.»

Agentur
sda
25.04.26 - 14:10 Uhr
Politik
ARCHIV - Sky Roberts, der Bruder von Virginia Giuffre, spricht zusammen mit seiner Frau Amanda (r) während Senatsminderheitenführer Chuck Schumer, D-N.Y., zuhört und Überlebende des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und Gesetzgeber sich…
ARCHIV - Sky Roberts, der Bruder von Virginia Giuffre, spricht zusammen mit seiner Frau Amanda (r) während Senatsminderheitenführer Chuck Schumer, D-N.Y., zuhört und Überlebende des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und Gesetzgeber sich…
Keystone/AP/J. Scott Applewhite

Der Palast hatte Forderungen nach einem Treffen unter Verweis auf laufende polizeiliche Ermittlungen und mögliche rechtliche Folgen eine Absage erteilt, wie die BBC berichtete.

Charles und Camilla werden in den USA erwartet

Die Schwester von Roberts, Virginia Giuffre, hatte Charles' jüngerem Bruder, Ex-Prinz Andrew, vorgeworfen, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Giuffre nahm sich vor einem Jahr, am 25. April 2025, das Leben.

Andrew (66), der jahrelang mit dem US-Multimillionär Jeffrey Epstein eine enge Freundschaft pflegte, stritt die Vorwürfe stets ab. Trotzdem einigte er sich mit Giuffre auf einen Berichten zufolge millionenschweren Vergleich. Im Zuge des Skandals verlor er sämtliche Titel, Ämter und Ehrungen. Epstein, der in höchsten Kreisen verkehrte, betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem zahlreiche Minderjährige zum Opfer fielen.

König Charles und seine Frau, Königin Camilla (78), werden von Montag an zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA erwartet. Der Besuch gilt allein wegen des unberechenbaren Charakters von US-Präsident Donald Trump als Drahtseilakt für den Monarchen. Der Epstein-Skandal und Andrews frühere Verbindung zu dem Sexualstraftäter Epstein sorgen für weitere Fallstricke bei der Reise.

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