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Spitalfinanzierung unter schwerem Beschuss

Im Bündner Gesundheitswesen gibt es Streit: Die Personalverbände gehen auf politischer Ebene gegen die neue Schweizer Spitalfinanzierung vor.

Südostschweiz
Donnerstag, 21. Juli 2011, 08:30 Uhr
Die Bündner Personalverbände gehen auf politischer Ebene gegen die neue Schweizer Spitalfinanzierung vor.

Chur. – Gewerkschaften und Berufsverbände des Gesundheitswesens machen mobil. Sie haben gestern das Referendum gegen den Beschluss des Grossen Rates ergriffen, die neue Schweizer Spitalfinanzierung zu Beginn des nächsten Jahres auch in Graubünden einzuführen. Die ersten Unterschriftenbogen sind bereits im Umlauf.

Etwa 350 Stellen sind in Gefahr

Im neuen System werde zu wenig Geld für die Finanzierung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen bereit gestellt, die von den Spitälern erbracht würden, heisst es. Dazu gehört unter anderem der Notfall-Bereitschaftsdienst. Und darunter werde die Pflegequalität leiden, weil wegen des Kostendrucks Personal abgebaut werden müsse. Die Verbände gehen davon aus, dass ohne ausreichende Finanzierung dieser Leistungen in den Spitälern etwa 350 Stellen verloren gehen werden. (mo)

Mehr in der «Südostschweiz» von heute.

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