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Spital Linth denkt über Patientendaten nach

Im Spital Linth in Uznach und anderen Spitälern steht man der Weitergabe aller Patientendaten an die Krankenkassen kritisch gegenüber. Die Santésuisse beruhigt.

Südostschweiz
Donnerstag, 21. Juli 2011, 21:06 Uhr
Im Spital Linth in Uznach will man nicht einfach so alle Patientendaten an die Kassen weitergeben.

Uznach/St. Gallen. – Der Krankenkassenverband Santésuisse fordert, dass die Spitäler ab nächstem Jahr alle Patientendaten an die Kassen weiterleiten – einschliesslich Nebendiagnosen und zusätzlichen Prozeduren. Die neue Spitalfinanzierung erfordere dies.

«Kritik unbegründet»

Urs Graf, Direktor des Spitals Linth in Uznach, steht dieser Forderung kritisch gegenüber. Ein Kompromiss sei zu suchen, sagt er. Gegen die Übergabe aller Daten wehren sich unter anderem das Kantonsspital St. Gallen und die Aargauer Spitäler.

Santésuisse nennt die Kritik unbegründet. Die Datenschutzproblematik sei im Vertrag, den sie mit dem Spitalverband H+ hinsichtlich der Patientendaten abgeschlossen hat, gut geregelt. Auch der St. Galler CVP-Ständerat Eugen David sieht keine Probleme bei der Weitergabe der Daten. (sis/hal)

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