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Spannende Ein- und Ausblicke für das Flims von morgen

Der Gemeindevorstand Flims hat am vergangenen Samstag zum ersten Dialog Zukunft Flims eingeladen. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz

Südostschweiz
09.05.22 - 20:05 Uhr
Politik
Zukunft Flims: Der Gemeindevorstand lud ein und rund 300 Interessierte kamen, um die Zukunft der Gemeinde zu diskutieren.,
Zukunft Flims: Der Gemeindevorstand lud ein und rund 300 Interessierte kamen, um die Zukunft der Gemeinde zu diskutieren.,
Pressebild

Mehr als 300 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner haben die ausgebuchte Veranstaltung in der «Waldhaus Arena» in Flims besucht, wie es in einer Mitteilung heisst. Zu den Fokusthemen mit besonderer Relevanz für die Zukunft der Gemeinde gehörten mitunter die Tourismus- und Markenstrategie der Zukunft, der Wohnraum für Einheimische sowie die Weiterentwicklung des Areals Prau la Selva.

Das Ziel war es, die ersten Ergebnisse der im letzten Dezember vorgestellten Gesamtstrategie der Gemeinde mit der Flimser Wohnbevölkerung zu teilen. Zudem wurde aufgezeigt, wohin sich die Gemeinde in den kommenden Monaten und Jahren weiterentwickeln will und dass die Verantwortlichen dabei besonders Wert legen auf Transparenz und den wechselseitigen Dialog.

Tourismus-/Markenstrategie und Umweltcharta Gemeindevorstand

Guido Casty zeigte auf, dass Flims sich am Brennpunkt landschaftlicher Phänomenen und Attraktionen befindet und wie die Gemeinde die Natur künftig zur Positionierung nutzen will, um dadurch zur schweizweit nachhaltigsten Feriendestination zu werden. Im Anschluss erklärte Jürg Caprez, Vorsteher des Umwelt- und Landschaftsdepartements von Flims, wie die Gemeinde beim Thema Umweltschutz die verschiedensten Interessen und Bedürfnisse synchronisieren möchte. Gemäss Caprez wird es künftig insbesondere darum gehen, die Basis für einen fundierten, objektiven Umweltschutz zu schaffen und als Gemeinde die notwendigen Leitplanken für die involvierten Akteure zu setzten. Dazu wurden sechs Handlungsfelder präsentiert: Diese setzen sich zusammen aus der Entwicklung einer fundierten Entscheidungsbasis, dem Schutz des Lebensraums, der Verringerung des ökologischen Fussabdrucks, einem nachhaltigen Konsum, der klaren Haltung & Vermittlung des Naturwerts sowie dem Monitoring und Controlling der durchgeführten Massnahmen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Wohnraum für Einheimische

Flims soll weiter ein attraktiver Lebensort für Familien bleiben und sich gleichzeitig für die steigende Nachfrage nach zukunftsfähigen Wohnformen rüsten, so Gemeindepräsident Martin Hug und Gemeindevorständin Sol Bonderer. Die Gemeinde will prüfen, wie die eigenen Liegenschaften zugunsten der Bevölkerung (insbesondere Familien- und Personalwohnungen) in Wert gesetzt werden können. Ein Projekt zur Entwicklung von Erstwohnungen wurde gemeinsam mit dem potenziellen Entwicklungspartner, der Pensionskasse Graubünden, erstmals bei der Veranstaltung Dialog Zukunft Flims vorgestellt: «Auf der Parzelle 4002 sollen Wohnungen für Einheimische in verschiedenen Grössen und Konfigurationen entstehen. Die Details dafür werden aktuell in einem Vorprojekt gemeinsam weiterentwickelt», erläutert Benno Patt, Leiter Immobilienanlagen der Pensionskasse Graubünden.

Aus «Waldhaus Arena» soll «Waldhaus Lodge» werden

Für grosses Interesse sorgte das von Martin Hug vorgestellte Projekt Waldhaus Lodge, wie es heisst. Ziel ist es, aus der jetzigen Waldhaus Arena, die aktuell als Curlinghalle genutzt wird, neu die «Waldhaus Lodge», als nachhaltiges Beherbergungsangebot zu entwickeln. Dies in Ergänzung zu dem heute bereits bestehenden Hospitality-Programm von Flims. Auf dem Areal sollen bis 2026 etwa 150 bewirtschaftete Wohnungen mit 450 bis 500 warmen Betten realisiert werden. Flims möchte damit die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer, marktrelevanter Beherbergungsangebote fördern. Ziele sind die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze, die Gewinnung neuer Gäste für die Destination Flims Laax Falera sowie die Generierung von Wertschöpfung für die Gemeinde Flims und die Kompensation der in den letzten fünfzehn Jahren verlorenen Hotelbetten.

Weiterentwicklung  Sportzentrum und Campingangebot

Das sich heute in der «Waldhaus Arena» befindende Curlingeis soll in die Prau La Selva verlegt werden. Entstehen soll am Standort ein attraktives und breit abgestütztes Angebot für Einheimische, Gäste, die Destination und die gesamte Region. Das Ziel muss gemäss Nicola Fantini, Gemeindevorstand Flims, sein, durch ein auf die Region abgestimmtes Angebot vom Betriebsverlust zum positiven Betriebsergebnis zu gelangen und die Nutzungsintensivierung der Anlage (bspw. mittels Beachvolleyfeld und Skatepark) zu optimieren. Dazu beitragen sollen mitunter Energieeinsparungen, Inwertsetzung des Kunstrasenplatzes und die Vermietung an zusätzliche Partner und Verbände. Im Bereich Camping konnte mit dem Touring Club Schweiz (TCS) der national führende Anbieter von Camping- und Glampingplätzen bereits als Entwicklungspartner gewonnen werden. Oliver Grützner, Leiter Tourismus & Freizeit beim TCS ist der Ansicht, dass mit Prau la Selva ein Rohdiamant besteht, welcher noch weiter geschliffen werden kann und das Potenzial hat, zu einem der besten Schweizer Alpencampingplätze zu werden.

«Flem Xpress»

Zum Abschluss des Anlasses konnte der Gemeindepräsident noch eine positive Meldung zum Bauprogramm des «Flem Xpress» geben: Mit der Einsprachepartei konnte eine Einigung im rechtlichen Rahmen erzielt werden und die Einsprache wurde zurückgezogen. Das Plangenehmigungsverfahren steht damit vor dem Abschluss und der Bau startet in diesem Jahr. Ziel der Cassons AG ist es nun, die Strecke Flims-Foppa-Startgels auf die Wintersaison 23/24 in Betrieb zu nehmen. Ein Jahr später werden die Abschnitte Startgels-Segnes-Nagens Sura-Ils Cugns sowie das Besucherzentrum und Plattform Ils Cugns auf die Wintersaison 2024/2025 folgen. (red)

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