Romanen streiten sich weiter
Die Romanen haben am gestrigen runden Tisch zu Rumantsch Grischun in der Schule keine gemeinsame Lösung gefunden.
Die Romanen haben am gestrigen runden Tisch zu Rumantsch Grischun in der Schule keine gemeinsame Lösung gefunden.
Chur. – «Über die zu beschreitenden Wege herrscht keine Einigkeit.» Mit diesen Worten trat Urs Cadruvi, Generalsekretär der Lia Rumantscha (LR), die den runden Tisch zu «Rumantsch Grischun oder Idiom in der Schule?» organisiert hatte, gestern Abend in Chur vor die Medien.
LR will Zeit gewinnen
Einen Grund für das inhaltliche Null-ergebnis der ganztägigen, von 70 Personen besuchten Tagung ortete Cadruvi in der mangelnden Zeit, «die für eine gemeinsame Entscheidungsfindung zur Verfügung gestanden hat.» Die Lia hoffe, das man sich diese Zeit trotz der auf den Oktober angesetzten Lehrmittel-Debatte des Grossen Rates «doch noch irgendwie nehmen kann.» Wie die Lia Rumantscha diesen Zeitgewinn konkret herbeiführen will, wollte Cadruvi nicht sagen.
Jäger gegen Status quo
Regierungsrat Martin Jäger wurde konkreter: «Um Zeit zu gewinnen, könnte der Grosse Rat die Artikel zu den Lehrmitteln aus dem Schulgesetz streichen.» Jäger machte allerdings keinen Hehl daraus, dass eine Streichung der Artikel weder im Sinne der romanischsprachigen Schüler, noch der Regierung wäre. «Dann würden wir den Status quo beibehalten, womit auch die heutigen Probleme bestehen blieben.» (dea)
Mehr in der «Südostschweiz am Sonntag»
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.