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Papst fordert weltweite Abschaffung der Todesstrafe

Papst Leo XIV. hat die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert. Die Würde des Menschen gehe auch nach dem Begehen sehr schwerer Verbrechen nicht verloren, sagte das katholische Kirchenoberhaupt in einer Videobotschaft anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois. Menschliches Leben sei vom Moment der Empfängnis bis zum natürlichen Tod heilig und müsse geschützt werden.

Agentur
sda
25.04.26 - 16:09 Uhr
Politik
ARCHIV - Papst Leo XIV. steht am Fenster mit Blick auf den Petersplatz im Vatikan. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
ARCHIV - Papst Leo XIV. steht am Fenster mit Blick auf den Petersplatz im Vatikan. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Keystone/AP/Alessandra Tarantino

Leo sprach zudem seine «Unterstützung für diejenigen aus, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten von Amerika und weltweit einsetzen». Die Todesstrafe ist in den USA in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, in mehreren Bundesstaaten wird sie allerdings de facto nicht mehr vollstreckt. Leo wurde 1955 als Robert Francis Prevost in Chicago in Illinois geboren. Er ist der erste Papst aus den USA.

US-Justizministerium: Hinrichtung durch Erschiessen

Leos Videobotschaft wurde kurz nach einem neuen Vorstoss in den USA zur Todesstrafe öffentlich. Dort sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene künftig durch Erschiessen hingerichtet werden dürfen. In einem entsprechenden Regierungsbericht sprach sich Minister Todd Blanche dafür aus, auch andere Hinrichtungsoptionen zu erwägen - darunter auch die Todesstrafe per Erschiessungskommando.

Zwischen US-Präsident Donald Trump und Leo hatte es zuletzt schwer geknirscht. Trump griff Leo in mehreren Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social verbal an. Im Umgang mit Kriminalität sei der Papst «schwach». Leo hatte die ungewöhnliche öffentliche Kritik von Trump zurückgewiesen und deutlich gemacht, sich nicht einschüchtern zu lassen. Er betonte später aber auch, dass er an einer Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten kein Interesse habe.

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