Papst macht verfolgten Christen Mut
Der Papst hat den verfolgten Christen im Nahen Osten in einer Weihnachtsbotschaft Mut zugesprochen. Er forderte zudem ein verstärktes Eintreten der internationalen Gemeinschaft gegen die Gewalt.
Der Papst hat den verfolgten Christen im Nahen Osten in einer Weihnachtsbotschaft Mut zugesprochen. Er forderte zudem ein verstärktes Eintreten der internationalen Gemeinschaft gegen die Gewalt.
Rom. – «Täglich verfolge ich die Nachrichten über das enorme Leiden vieler Menschen im Nahen Osten», sagte Franziskus am Dienstag.
«Ich denke besonders an die Kinder, die Mütter, die alten Menschen, an die Vertriebenen und die Flüchtlinge, an alle, die Hunger leiden, an die, welche die Härte des Winters auf sich nehmen müssen ohne ein schützendes Dach über dem Kopf. Dieses Leiden schreit zu Gott und ruft uns alle zum Einsatz auf.»
Das Oberhaupt der Katholiken beschrieb die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als eine «ganz neue und besorgniserregende terroristische Organisation von bisher unvorstellbaren Ausmassen, die alle Art von Gesetzwidrigkeiten begeht und menschenunwürdige Praktiken anwendet».
Die internationale Gemeinschaft müsse «über Verhandlungen und mit Hilfe diplomatischer Aktivitäten» mehr gegen die Gewalt tun. «Ich bekräftige meine ganz entschiedene Missbilligung des Waffenhandels. Wir brauchen vielmehr Friedenspläne und -initiativen, um eine globale Lösung der Probleme der Region zu fördern», so der Papst.
Mit Spannung wird die diesjährige Weihnachtsansprache des Papstes erwartet, nachdem er am Montag gegen die Bürokratie der römischen Kurie und deren Machtstreben gewettert hatte.
Franziskus verkündet am Weihnachtstag die traditionelle Weihnachtsbotschaft und erteilt vor den versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz den Segen «Urbi et Orbi». Nach der Christmette am Heiligen Abend im Petersdom ist dies der Höhepunkt der Feiern im Vatikan zur Geburt Jesu. (sda)
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