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Nun wird an Phase zwei gearbeitet

Kürzlich haben die Verantwortlichen der Fédération Internationale de Ski (FIS) die Renn­-kalender der Damen und Herren im Ski alpin bekanntgegeben. Davos ist darin auch diesmal nicht vertreten.

Pascal
Spalinger
11.06.22 - 12:00 Uhr
Politik
Auf Bolgen wird es zwar vorderhand keine Weltcup-Rennen geben, dafür hat sich die Beleuchtung (rechts im Bild) in den letzten beiden Jahren bestens bewährt.
Auf Bolgen wird es zwar vorderhand keine Weltcup-Rennen geben, dafür hat sich die Beleuchtung (rechts im Bild) in den letzten beiden Jahren bestens bewährt.
Andri Dürst

Waren es vor einem Jahr unter anderem die Corona-Massnahmen, welche die Durchführung eines Weltcup-Parallelrennens auf Bolgen verhinderten, so liegt der Grund diesmal darin, dass gar keine solchen Rennen auf dem Programm stehen. Ganz überraschend kommt dieser Entscheid nicht, denn spätestens seit der Weltmeisterschaft 2021 in Cortina (I), als massive Kritik an erwähntem Rennformat geäussert wurde, diskutierten die Verantwortlichen darüber, ob und wie es weitergehen sollte. 

Nicht überrascht vom negativen Bescheid sind die Davoser Verantwort­lichen, wie Vidal Schertenleib – als Verwaltungsratsmitglied der Bergbahnen Davos Klosters an vorderster Front involviert – auf Anfrage erklärt. Der Entscheid habe sich abgezeichnet. «Entsprechend haben wir mit dem Entscheid gerechnet und die Planung in den letzten Monaten auch nicht mehr weiter vorangetrieben.» Denn die Parallelrennen hätten auch bei den Athleten wenig Gegenliebe gefunden.

Nun tritt Phase zwei in Kraft

Phase eins des Masterplans Bolgen wurde zwar nicht mit einem Weltcup-Event belohnt, ganz leer ging man aber nicht aus. Denn die Bergbahnen konnten vor zwei Jahren die 30-jährige Schnee- und Lichtanlage am Bolgen-Slalomhang sanieren. Dank der Investitionen verfüge man nun über eine zeitgemässe und ­effiziente Anlage, wie man es in einer Wintersportdestination wie Davos auch erwarten dürfe. Die diversen Ski Clubs und Trainingszellen, das Sportgymnasium und auch die Skischulen hätten das Angebot während den letzten zwei Wintern sehr geschätzt. Weitere Investitionen oder Ausbauten seien aber nicht erfolgt.

Mittlerweile sind die Planungen für Phase zwei des Masterplans angelaufen. ­Diese beinhalten die Optimierung der ­bestehenden Halfpipe. Diese wird heutzutage mehrheitlich mit Schnee jeden Winter aufs Neue gebaut. Dies sei sehr aufwendig, ressourcenintensiv und ineffizient, erklärt Schertenleib. Eine Grundmodellierung mittels gewisser Erdverschiebungen würde absolut Sinn machen. Diesbezügliche Abklärungen –auch in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Nutzergruppen – die vor allem aus dem Freestyle-Bereich kommen – und der Gemeinde seien momentan am Laufen. Geplant ist, das Vorhaben innerhalb der nächsten Jahre in die Realität umzusetzen.

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