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Mit dem 69 Millionen teuren Verwaltungszentrum Sinergia spart der Kanton Graubünden viel Geld

Der Kanton Graubünden plant einen Teil der am Standort Chur angesiedelten Verwaltung in einer ersten Etappe in einem Neubau mit 400 Arbeitsplätzen in Chur West zusammenzufassen. Die Regierung will damit laufende Kosten einsparen, Synergien besser nutzen und Abläufe optimieren.

Südostschweiz
07.07.11 - 13:00 Uhr

Chur. – Der Kanton Graubünden rechnet bei einer Inbetriebnahme des Verwaltungszentrums Sinergia an der Ring-/Salvatorenstrasse in Chur im Jahr 2016 mit jährlich wiederkehrenden Einsparungen in Millionenhöhe. Die Regierung hat die entsprechende Botschaft an den Grossen Rat verabschiedet, hiess es heute an einer Medienorientierung in Chur.

Spricht das Parlament in der Oktobersession den erforderlichen Verpflichtungskredit von 69 Millionen Franken, kann die Vorlage im März 2012 dem Bündner Stimmvolk zur Abstimmung unterbreitet werden. 

Strategie mit Regionalzentren

Die Schaffung eines Verwaltungszentrums in Chur ist Teil der kantonalen Immobilienstrategie. Sie sieht über den ganzen Kanton verteilt, die Bildung von neun regionalen Zentren vor.

In Ilanz und Roveredo hat der Kanton bereits Zusammenführungen realisiert. In Thusis ist das regionale Verwaltungsgebäude im September bezugsbereit. In Scuol, Davos und Landquart ist die Eröffnung auf Ende 2013/Anfang 2014 vorgesehen. Weitere Verwaltungszentren sollen in Samedan, Poschiavo und Chur entstehen.

Das Projekte Sinergia

Heute ist Kantonsverwaltung in Chur an 44 Standorten verteilt. Das für den Verwaltungsstandort Chur vorgesehene Umsetzungskonzept Sinergia sieht die Verlagerung von 670 Arbeitsplätzen nach Chur West vor. Die Ausführung erfolgt gestaffelt in zwei Ausbauschritten.

Die Kosten für das Neubauprojekt belaufen sich auf 69 Millionen Franken. Nach Abzug der Erlöse aus dem Liegenschaftsverkauf von 21 Millionen Franken verbleiben dem Kanton Nettoinvestitionen von 48 Millionen Franken. Bereits ab dem ersten Betriebsjahr nach der Realisierung der ersten Etappe rechnet der Kanton infolge der erzielten Raumreduktion sowie der Optimierung der internen Abläufe jährlich mit Einsparungen zwischen 1,2 und 1,9 Millionen Franken. Die zweite Etappe kostet laut Grobkostenschätzung 25 Millionen Franken. Als frühestmöglicher Bezugstermin des Erweiterungsbaus wäre das Jahr 2021 möglich. (so)

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