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Infocube führt Daten zusammen

Seit gestern ist eine neue Plattform auf dem Netz, die Bundesparlamentarier und ihre Interessenverbindungen zeigt. Sie will Transparenz schaffen, indem von jedem einzelnen Politiker die im Handelsregister verzeichneten Mandate und die Vereins- und Stiftungszugehörigkeiten sowie die politischen Kommissionen zusammengeführt werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 08. September 2011, 18:50 Uhr
parlament.infocube.ch

Zürich. – «'parlament.infocube.ch' gibt einen neuen Blick auf die Daten und deren Zusammenhänge», sagt Robert Furger. Er ist Leiter Marketing und Produkteentwicklung bei der Firma Orell Füssli Wirtschaftsinformationen AG, die dieses Portal kostenlos zur Verfügung stellt.

Wer zum Beispiel CVP-Präsident Christophe Darbellay anklickt, erhält einen Überblick über seine fünf Mandate bei Stiftungen und Firmen, die Sitze in der nationalrätlichen Wirtschaftskommission und der Delegation für die Beziehung zum französischen Parlament sowie über seine neuesten Aktivitäten bei Facebook und Twitter.

Konkurrent zu Moneyhouse

Bei den Parteien erhält der Nutzer in einem Kuchendiagramm eine Übersicht, welche Branchen am stärksten vertreten sind. Bei der FDP etwa ist wenig überraschend der Sektor «Finanzen und Versicherungen» am stärksten involviert. Es gab aber auch Überraschungen. Furger: «Man staunt, wie stark Stiftungen sind.»

Zum Beispiel die Stiftung zur Förderung des Studienganges Master in Law and Economics an der Hochschule St. Gallen. Drei Bundespolitiker nehmen darin Einsitz, etwa FDP-Mann Filippo Leutenegger. In der Stiftung sitzen aber auch Grössen wie Konrad Hummler von der Privatbank Wegelin & Co. oder UBS-Präsident Kaspar Villiger. Die Plattform ist mit der Website «infocube.ch» verlinkt, in der Wirtschaftsdaten über Personen und Firmen abrufbar sind und die als Konkurrent zum Anbieter Moneyhouse aufgebaut wird. (so)

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