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Impfgegner aus der Region sind auf sich alleine gestellt

Beinahe alle Parteien sind für das revidierte Tierseuchen­gesetz. Eine Handvoll Einzelkämpfer aus der Region setzt sich für ein Nein ein.

Südostschweiz
Samstag, 03. November 2012, 20:00 Uhr
Die Ammlerin Monika Selimi verteilt auf dem Fischmarktplatz in Rapperswil Flyer gegen das Tierseuchengesetz.

Mit dem revidierten Tierseuchengesetz will der Bundesrat wirksamer gegen Seuchen vorgehen können. Am 25. November stimmt die Schweiz über die Vorlage ab. Zwei bekannte Gesichter aus der Region befinden sich im Komitee der Gegner. Der Kaltbrunner Landwirt Josef Zahner sammelte tausende von Unterschriften für das Referendum.

Derzeit versucht er andere Bauern zu überreden, ihr Land für Abstimmungsplakate zur Verfügung zu stellen. Bereits hat er rund ein Dutzend Plakate auf dem Ricken sowie in den Kantonen Schwyz und Glarus aufgestellt. «Es gibt wenige Bauern, die für dieses Gesetz sind», so Zahner. Bis zum Abstimmungstermin wollen er und seine Mitstreiter die Bürger von einem Nein überzeugen.

Gegen den Zentralstaat Ebenfalls im Komitee der Gegner sitzt der CVP-Nationalrat Jakob Büchler. «Ich will nicht, dass das Bundesamt für Gesundheit flächendeckend Impfungen anordnen kann», so Büchler.

Die Therapeutin Monika Selimi aus Amden ist eine der vielen freiwilligen Helfer, dank welchen das Referendum überhaupt zustande kam. Sie und Zahner eint ein grosses Misstrauen gegenüber der Regierung. Ohne Parteien im Rücken setzen sie sich für mehr Selbstbestimmung ein. (mal)

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