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FDP Davos steht hinter WEF und Armee

In einer Mitteilung reagiert der Vorstand der FDP auf die SP-Petition, mit der das Militär aus der Turnhalle des Bündaschulhauses verbannt werden soll, und stellt sich hinter die Nutzung während der WEF-Woche.

Davoser
Zeitung
23.01.25 - 13:00 Uhr
Politik
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Auch das ist WEF: Ein Limousinenfahrer hat sich die Bushaltestelle zum Parkieren ausgesucht. Die Polizei hat derweil Pause.

Das WEF ist weit mehr als ein Event – es ist ein bedeutender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Faktor für Davos, welcher es ermöglicht, unzählige Anfänge für positive Auswirkungen in der Welt zu schaffen. Denn nur wo ein Dialog stattfindet, können breite und nachhaltige Lösungen gefunden und realisiert werden. Dies gilt insbesondere, wenn so viele Entscheidungsträgerinnen aus verschiedensten Bereichen zusammenkommen und miteinander reden. Das Ausbleiben eines Dialoges hat zur Folge, dass sich die Lage oft verschlechtert, was man leider an sich häufenden Krisen beobachten muss.

Unter anderem muss die Sicherheit gewährleistet sein, um die Plattform zur Verfügung zu stellen, diesen wichtigen Dialog zu ermöglichen und dessen Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Die Teilnehmenden, zum Teil öffentliche Amtsträger, müssen durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen geschützt werden. Dies ist für jede Veranstaltung dieser Grössenordnung selbstverständlich, und wir erwarten dies auch zu unserer eigenen Sicherheit.

Die Einschränkungen, die für uns Davoser mit dem WEF verbunden sind, variieren je nach Wohnort und Beruf. Doch diese Belastung ist in den meisten Fällen örtlich und zeitlich begrenzt. Zudem gibt es zahlreiche gute Ausweichmöglichkeiten, wie zum Beispiel «Ab auf die Piste» in der Hauptzeit für unsere Kinder oder öffentlich zugänglichen Open Forum Veranstaltungen.

Die FDP Davos ist eine überzeugte Unterstützerin des WEFs. Mögen wir es alle zum Anlass nehmen, den Nutzen des Dialogs im Kleinen und Grossen am Beispiel des WEFs wieder besser zu verstehen. Wir sollten diesen Dialog nicht nur schätzen, sondern auch unseren Kindern erklären und vorleben, weil es entscheidend für unser aller Zukunft ist. Lassen Sie uns auch dankbar sein, dass wir in der Schweiz leben, wo solche Veranstaltungen im friedlichen Rahmen stattfinden können. Die Sicherung dieser Werte – auch durch den Einsatz unserer Milizarmee – mag für den einen oder anderen eine kleine Einschränkung darstellen, doch steht sie in keinem Verhältnis, was es dem grossen Ganzen und der positiven Entwicklung für uns alle dient.

Die Petition der SP Davos «Kein Militär im Schulhaus Bünda» oder den Mitein­bezug von Kindern und nicht ortsansässigen Mitbürgern bei Unterschriftensammlungen und politischen Aktionen unterstützt die FDP aus erwähnten Gründen nicht.

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