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Voralpen-Express hält definitiv nicht mehr in Schmerikon

Laut Bahnbetreibern ist künftig kein Halt des Voralpen-Express in Schmerikon mehr möglich.

Pascal
Büsser
12.07.17 - 16:36 Uhr
Politik
zug
Der Voralpen-Express rauscht ab Ende 2019 nach Rapperswil, ohne in Schmerikon zu halten.
ARCHIV

Das habe eine umfassende Prüfung von SBB und SOB gezeigt, schreibt das St. Galler Amt für öffentlichen Verkehr in einer Mitteilung vom Mittwoch. «Die Nachteile für die ganze Region Zürichsee-Linth wären zu gross und ein stabiler Fahrplan gefährdet.»

Dieser sieht ab Dezember 2019 zwischen Ziegelbrücke und Rapperswil einen durchgehenden Halbstundentakt mit Halt an allen Stationen vor. Zwischen Uznach und Rapperswil verkehren Voralpen-Express (VAE) und S-Bahn beschleunigt.

Gemeinde protestiert gegen Pläne

Anfang Jahr hatte die Gemeinde Schmerikon das Fahrplankonzept ab Dezember 2019 infrage gestellt und die häufigen Anschlussbrüche am Bahnhof Rapperswil zur Zürcher S-Bahn kritisiert.

Das Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen empfing am 14. März 2017 Vertreter der Gemeinde Schmerikon, der Region Zürichsee-Linth, der SBB und der SOB zu einer Aussprache eingeladen. Die Sitzungsteilnehmer einigten sich, den Beibehalt des VAE-Halts in Schmerikon nochmals detailliert zu prüfen.

Gleichzeitig haben die SBB laut Amt verschiedene Massnahmen umgesetzt, die den Betrieb der Linie Schwanden-Ziegelbrücke-Rapperswil pünktlicher machen und den Anschluss in Rapperswil verbessern.

Am geplanten Angebotskonzept ab Dezember 2019 ohne VAE-Halt in Schmerikon wird nun aber festgehalten. «Die Gemeinde Schmerikon nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass der VAE-Halt tatsächlich nicht möglich ist, dankt jedoch für die Bereitschaft zur Überprüfung», heisst es in der Mitteilung.

Schmerikon erhält halbstündlichen Bus

Obwohl Schmerikon den VAE-Halt verliert, verbessert sich die lokale Erschliessung laut Amt markant: Neu soll die Linie 630 Schmerikon halbstündlich mit Uznach verbinden. Damit erhalte Schmerikon den VAE-Anschluss via Uznach in beide Richtungen. «Besonders das stark entwickelte Schmerikon Ost profitiert von diesem Angebotsausbau», heisst es in der Mitteilung. Der wegfallende Voralpen-Express wird in Schmerikon durch zusätzliche S-Bahnen kompensiert.

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