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Die Kasernenverlegung in Chur ist einen Schritt weiter

Die Kasernenverlegung in Chur ist einen Schritt weiter

Das Churer Stimmvolk hat dem Rückkauf des Kasernenareals zugestimmt. Wie genau das Areal nach dem Kauf genutzt wird, ist aber noch unklar.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Politik
Pressebild

Die Stimmbevölkerung der Stadt Chur hat einmal mehr einen Entscheid bezüglich Verlegung der Churer Kaserne auf den Rossboden getroffen. Konkret ging es um die Genehmigung von 36 Millionen Franken für den Rückkauf des Kasernenareals. Und die Churerinnen und Churer haben sich klar dafür ausgesprochen: Mit 9008:2198 haben sie der Vorlage zugestimmt. Dies bei einer Stimmbeteiligung von knapp 46 Prozent, wie die Stadt mitteilt. Insgesamt seien 11'740 Stimmzettel eingegangen.

Damit kann die Stadt das Kasernenareal, das aktuell noch dem Bund gehört, zurückkaufen, nachdem die Kaserne auf den Rossboden gezügelt ist. Die Stadt wird gemäss der Abstimmungsbotschaft drei Fünftel des Areals kaufen, der Kanton zwei Fünftel. 

Zukünftige Nutzung noch unklar

Einem 36-Millionen-Franken-Kauf hat die Churer Stimmbevölkerung also zugestimmt. Unter dem Strich würde er allerdings mit etwas weniger als 31 Millionen Franken zu Buche schlagen. 5,75 Millionen Franken erhält die Stadt nämlich für die Abtretung der Grundstücke auf dem Rossboden. Zusätzlich fliesst in diese Rechnung auch das Parzellen-Tauschgeschäft zwischen der Stadt Chur und der Bürgergemeinde Chur mit ein, welches das Churer Stimmvolk im Februar 2020 bewilligt hat. 

Was mit dem Kasernenareal in Zukunft geschehen soll, steht noch nicht fest. Der Abstimmungsbotschaft ist aber dennoch einiges zur möglichen Nutzung zu entnehmen. So heisst es: «Für die öffentliche Nutzung des gesamten Areals wird von etwa einem Drittel, also einer Fläche von etwa 25’000 bis 30’000 Quadratmeter ausgegangen.» Als öffentliche Nutzungen kämen beispielsweise Grünflächen, Spielplätze, Verbindungen für den Langsamverkehr, Parkanlagen oder kulturelle Nutzungen infrage. Auch eine Schule würde wohl entstehen.

Bis das Kasernenareal dann tatsächlich einer neuen Nutzung zugeführt werden könnte, werden wahrscheinlich noch ungefähr zehn Jahre vergehen. Und auch nach dem Ja des Stimmvolks gibt es bis zum Baustart der neuen Kaserne auf dem Rossboden noch einige Hürden zu nehmen. So muss auch das nationale Parlament dem Neubau noch zustimmen. (so/kup)

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