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Zizerser Gemeindepräsident zeigt sich enttäuscht

Zizerser Gemeindepräsident zeigt sich enttäuscht

In Zizers haben die Stimmberechtigten den Kauf und den Umzug der Gemeindeverwaltung ins Schloss knapp abgelehnt. Der Zizerser Gemeindepräsident Peter Lang ist darüber enttäuscht.

Südostschweiz
vor 7 Monaten in
Politik
Kein Umzug: Die Gemeindeverwaltung wird nicht ins Schloss Zizers ziehen.
PRESSEBILD

Einer, der sich sehr stark für den Kauf von Stockwerkeigentum im Schloss eingesetzt hat, ist der Zizerser Gemeindepräsident Peter Lang. «Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe das Gefühl, wir haben eine grosse Chance verpasst», sagte Lang gegenüber Radio Südostschweiz. Das Resultat fiel mit 713:620 Stimmen knapp aus. Elf Stimmzettel wurden leer eingelegt. Weitere zehn waren ungültig. Die Stimmbeteiligung betrug 54,4 Prozent.

Für Lang wäre das Schloss durch den Kauf erstens für die Öffentlichkeit zugänglich geworden. Und zweitens hätte die Gemeinde eine moderne Verwaltung bauen können. «Eine Gemeindeverwaltung, die den Bedürfnissen von Zizers entsprochen hätte», so Lang.

Enttäuscht zeigt sich der Gemeindepräsident insbesondre von Flugblättern, die im Vorfeld der Abstimmung in Zizers verbreitet worden sind. «Wir hatte eine gute Botschaft aufgesetzt. Auf den Flugblättern standen dann auch Dinge, die nicht ganz der Wahrheit entsprachen.» Für Lang könnten diese Flugblätter den Ausschlag für die Ablehnung gegeben haben. Lang will nun aber den demokratischen Entscheid akzeptieren.

Geld war nicht das Problem

Die Kosten in der Höhe von 4,79 Millionen Franken dürften laut Lang nicht den Ausschlag zum Nein gegeben haben. «Man hörte zwar im Vorfeld, die Kosten seien sehr hoch. Getätigte Kostenvergleiche hätten diesem Vorwurf aber Stand gehalten. Und ob 4,79 Millionen für eine neue Gemeindeverwaltung reichen werden, sei offen», so Lang.

Vorläufig wird die Gemeindeverwaltung im bisherigen Rathaus bleiben. Die Diskussion über einen neuen Standort wird laut Lang frühestens im kommenden Jahr wieder aufgenommen. Eine Alternative zum Umzug ins Schloss gebe es jedenfalls noch keine. Nun gelte es, die Niederlage zu akzeptieren.

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"Der Gemeindepräsident zeigt sich enttäuscht", "Der Gemeindepräsident will den demokratischen Entscheid akzeptieren". Was heisst hier, will?

Er MUSS den demokratischen Entscheid akzeptieren?!?

Wahrlich ist es aber so, dass es der Gemeindevorstand Zizers mit der Demokratie, rechtstaatlich sauberen, rechtlich vorgeschriebenen und moralischem Verhalten nicht so genau nimmt.

So steht gegen den Gemeindevorstand und die Gemeinde Zizers eine Schadenersatzklage sowie ein Strafverfahren aus, um welches sich der Gemeindevorstand mit rechtswidrigen Mitteln drücken will, indem er nämlich die einklagbare Verfügung seit August 2020 nicht erlässt.

Bewusst hat der Gemeindevorstand bis anhin so gehandelt, um der Stimmbevölkerung zu verschweigen, dass auf Grund der kriminellen Machenschaften der Gemeinde Zizers im 2011, bei welchen diverse Grundeigentümer in Zizers mutwillig, bösartig und auf Grund niederen Beweggründen, mit rechtswidrigen Methoden massiv in ihrer Existenz geschädigt wurden. Welch' Charakterzug muss man haben, wenn man ein mehrfach vorgeschriebenes, schriftliches Grundeigentümerinformationsverfahren nicht einhält, in den Planunterlagen keine Nachweise für die Information erbracht werden können, keine Interessensabwägungen nachgewiesen werden können, keine Alternativstandorte geprüft wurden, keine Verhältnismässigkeiten oder Zumutbarkeiten beachtet wurden und nachgewiesen werden können?

Die Gemeinde Zizers wird in den nächsten Jahren mit Klagen und Medienberichten bombardiert, dass die Wände zittern.

Dieser Gemeindevorstand gehört über die Staatshaftung privatrechtlich auf Grund mehrfachem rechtswidrigen und geistig abartigem Verhalten zur Rechenschaft gezogen.

Nicht Mal Diskussionen über einen neuen Standort oder eine neue Verwaltung sind angebracht.

Die Mitglieder des Gemeindevorstands können einen Laptop kaufen, auf welchem sie auf Schritt und Tritt per GPS verfolgt werden und dann per Homeoffice arbeiten.

So reduzieren sich die Kosten des Gemeindebetriebs auf 100'000Fr. pro Jahr.

Für 4,79 Millionen Schweizer Franken bekommt man eine ziemlich ordentliche Villa in Marbella und die Gemeinde Zizers soll nicht fähig sein, günstiger zu bauen?

Gratulation dem Stimmbürger von Zizers. Anscheinend gibt es noch wenigstens 713 normale Leute, welche geistig bei klarem Verstand sind.

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