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Der Geister-Landsgemeindesonntag in Glarus

Der Geister-Landsgemeindesonntag in Glarus

Unser Fotograf Sasi Subramaniam hat am ersten Maisonntag, an dem die Glarner Landsgemeinde normalerweise stattgefunden hätte, den Hauptort besucht. Seine Eindrücke zeigt er in der Fotokolumne «Begegnungen».

Sasi
Subramaniam
06.09.20 - 04:30 Uhr
Politik

«Zunächst wurde die Landgemeinde 2020 wegen der Corona-Pandemie auf diesen Sonntag verschoben. Doch der kurze Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen im Kanton Glarus im August führte schliesslich Ende August zur definitiven Absage. Am ersten Maisonntag, an dem die Glarner Landsgemeinde normalerweise stattfindet, habe ich den Hauptort besucht, um die dortige Ausnahmesituationen mit meiner Kamera zu dokumentieren. Ich fotografierte mit einem sogenannten Tilt-Shift Objektiv, um den ‹verschwundenen› Anlass und die Bevölkerung zu zeigen. Der Glarner Alphornspieler Werner Feldmann (links) und seine Kollegen spielten für mich auf dem menschenleeren Landgemeindeplatz.»

SASI SUBRAMANIAM

«Auf dem Bahnhofplatz traf ich Peter Häusler (links) und seinen Kollegen an. Die beiden Männer hielten für mich die Peace-Finger in die Kamera. Das sieht fast so aus wie die Schwörfinger, die jeweils zu Beginn der Landsgemeinde die Stimmberechtigten auf und im Ring erheben.»

SASI SUBRAMANIAM

«Auf dem Rathausplatz beginnt die Landsgemeinde mit dem traditionellen Einmarsch, angeführt von der Harmoniemusik Glarus, die den Landsgemeindemarsch spielt. Wo sonst Hunderte Leute den Strassenrand säumen, um den Regierungsrat, den Landrat, die Gerichte und Gäste vorbeiziehen zu lassen, herrschte ebenfalls gähnende Leere. Nur wie immer war dort die Glarner Fahne gehisst.»

 

SASI SUBRAMANIAM

«Am Landsgemeindesonntag sind im Volksgarten viele Leute anzutreffen. Viele durchqueren ihn am Morgen vom Bahnhof auf dem Weg zum Ring. Genauso leer wie die öffentliche Parkanlage war das Wasserbecken des Springbrunnens, dessen Fontäne normalerweise im Mai mehrere Meter in die Höhe schiesst.»

SASI SUBRAMANIAM

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Nicht nur keine Landsgemeinde .Es war auch keine Niederurner Kilbi und Ennendaner Kilbi. in diesem falle auch kein Magenbrot und Zukkerwatte.Wegen dieser Corona Hysterie. Dafür hatten wir die 1942er wie eh und je am Donnerstag vor der Niederurner Kilbi unsere Klassenzusammenkunft .Auch wir trotzten der Corona.

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