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Nach Trump will auch Biden Kenosha besuchen

Nach dem umstrittenen Besuch von US-Präsident Donald Trump in Kenosha will auch sein Herausforderer Joe Biden in die von Unruhen bei Anti-Rassismus-Protesten erschütterte Stadt reisen.

Agentur
sda
Mittwoch, 02. September 2020, 19:03 Uhr Washington
Joe Biden, demokratischer Präsidentschaftskandidat, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pittsburgh. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
Joe Biden, demokratischer Präsidentschaftskandidat, spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pittsburgh. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa
Keystone/AP/Carolyn Kaster

Bidens Wahlkampfteam teilte am Mittwoch mit, Joe Biden und seine Ehefrau Jill Biden würden der Stadt an diesem Donnerstag einen Besuch abstatten. Dabei solle es ein Treffen mit Bewohnern geben, um «zu heilen und die Herausforderungen, vor denen wir stehen, zu thematisieren».

Trump war am Dienstag in Kenosha, obwohl sich der Bürgermeister der Stadt und der Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin - die beide der Demokratischen Partei angehören - , gegen einen Besuch des Republikaners ausgesprochen hatten.

In Kenosha war der Afroamerikaner Jacob Blake bei einem Polizeieinsatz am 23. August durch Schüsse in den Rücken schwer verletzt worden. Der Vorfall hatte zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt geführt, bei denen es zu Ausschreitungen kam. Bei seinem Besuch in Kenosha verurteilte Trump die Ausschreitungen als anti-amerikanische Krawalle und inländischen Terrorismus. Zugleich bestritt er, dass es bei der US-Polizei systematischen Rassismus gebe. Mit Blakes Familie kam Trump bei dem Besuch nicht zusammen.

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